Gazprom strebt weltweite Führung an

GasbohrungDer russische Staatskonzern und Hauptgaslieferant für Europa, Gazprom, strebt danach, seinen Einflussbereich immer mehr auszuweiten. Denn längst gibt sich der Konzern nicht mehr nur mit dem Einfluss auf russischem Staatsgebiet zufrieden. So finden bereits Gespräche der Konzernspitze mit anderen Gasliefernationen wie Nigeria, Iran und Libyen statt.

Kaum Alternativen für Europa

Die daraus absehbare Folge wäre, dass Europa weiterhin zum Großteil vom russischen Gas abhängig bliebe. Ein Beleg dafür könnte der Kaukasus-Konflikt gewesen sein. Hier hatte Russland seine Einflussinteressen auf Georgien sehr deutlich gemacht und gezeigt, dass jedwede Gaslieferung aus Asien nicht ohne weiteres an russischen Interessen vorbei käme.

Gas-Opec wahrscheinlich

Dieter Schmitt, seinerseits Professor für Energiewirtschaft an der Universität Essen, sieht daher die Einrichtung einer Gas-Opec für unausweichlich. Denn angesichts der teuren Gasprojekte sei es offenkundig, dass die wichtigsten Exporteure interessiert an besser koordinierten Investitionen seien.

Foto © Wikimedia

 

Weitere interessante Artikel:

  1. Ölpreise steigen
  2. Gazprom gibt nicht nach
  3. Weltweite Verfügbarkeit von Wasser muss gesichert werden
  4. Energieagentur: Gas nie wieder billig
  5. Gazprom und Siemens gehen Partnerschaft ein

Hinterlassen Sie einen Kommentar