Gasexport aus Russland sinkt um 50 Prozent
Nicht nur die Wirtschaftskrise, sondern auch die Blockade in der Ukraine haben dafür gesorgt, dass die Exporte von Gas über russische Pipelines im ersten Quartal von 2009 um die Hälfte eingebrochen sind.
Nur 26,2 Mrd Kubikmeter ausgeliefert
Im Gegensatz zum letzten Jahr musste der russische Gasriese seine Gas-Exporte im ersten Quartal um rund 56 Prozent drosseln, so dass nur noch 26,2 Milliarden Kubikmeter Gas durch die Pipelines flossen.
Zum Einen hatte Gazprom selber den Gasfluss gedrosselt, als es die Pipelines in der Ukraine wegen nicht gezahlter Rechnungen blockieren wollte. Anfang des Jahres gab es deshalb auch deutlich weniger Gas in Europa. Zum Anderen macht sich auch hier die aktuelle Wirtschaftskrise bemerkbar.
Warmes Wetter kommt noch hinzu
Als weitere Gründe für diesen massiven Einbruch können angeführt werden, dass die EU-Staaten und weitere Importeure von russischem Gas derzeit so wenig Gas wie möglich erwerben wollen, da Gazprom für Ende des Jahres Preissenkungen angekündigt hat.
Nicht nur die westlichen Importländer, sondern auch die Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, kurz GUS, haben gemeinsam rund 45 Prozent weniger Gas als im Vorjahr importiert. Schuld daran ist unter anderem auch das sehr warme Frühjahr.
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