E.ON investiert in Offshore-Technik
Der Energiekonzern E.ON will trotz der bestehenden Risiken, die Offshore-Windparks mit sich bringen, bis 2015 die Stromerzeugung dieser Anlagen verdreißigfachen. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Demnach hat der Bau von Windkraftanlagen auf hoher See für E.ON strategische Priorität. Das sagte der Chef der E.ON Ökostromsparte, Frank Mastiaux gegenüber der Financial Times. Dabei sehen Windkraftanlagen Hersteller wie Vestas das Wachstumspotential der Offshore-Anlagen eher zurückhaltend.
Probleme bei Offshore-Windparks
Betrieb und Installation der Anlagen auf offener See sind bisher nur wenig erprobt. Vor allem in Tiefen über 50 Meter ist ein Bau eines Offshore-Windrades nicht mehr oder nur mit neu entwickelter Technik möglich. Dadurch erhöht sich auch die Investitionssumme um das dreifache im Vergleich zu Anlagen an Land. Dafür erzeugen Offshore-Anlagen allerdings mehr Strom, da der Wind auf See gleichmäßiger und stärker weht.
E.ON weitet Ökostromgeschäft aus
E.ON plant bis 2011 weitere 4 Milliarden Euro in erneuerbare Energien zu investieren. Bisher betreibt das Unternehmen drei Offshore-Windparks vor der Küste Englands und Dänemarks die zusammen rund 100 Megawatt Strom erzeugen. Diese Leistung soll durch den Bau neuer Anlagen auf 3100 Megawatt gesteigert werden. Wann der Bau in der Nord- und Ostsee beginnen soll ist noch abhängig von den Tests, die zur Zeit vor Borkum auf der Testplattform Alpha Ventus gemacht werden.
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