Weniger Neubauten mit Gasheizung
Immer weniger Bauherren entscheiden sich bei einem Neubau für die Installation einer Gasheizung. Trotz zuletzt gesunkener Gaspreise und zunehmeder Dynamik auf diesem Sektor bewegt sich der Anteil der Gasheizungen bei neuen Objekten nur noch bei knapp 60 Prozent, rund 15 Prozent weniger als vor 5 Jahren. Dafür setzt die Baubranche zunehmend auf alternative Methoden wie Wärmepumpen und verschafft sich somit Unabhängigkeit vom Gasmarkt.
Umdenken der Hausbesitzer
Bereits jeder fünfte Neubau wird mit Wärmepumpen ausgerüstet, die verhältnismäßig hohen Kosten rechnen sich innerhalb weniger Jahre und stellen eine wertvolle Investition für kostenbewusste Hausbesitzer dar. Mit modernen Wärmepumpen kann nicht nur günstig Wärme erzeugt werden, sie senken ebenso den Stromverbrauch im Haus. Auch Gewerbetreibende nutzen die Vorteile einer individuellen Energieversorgung und steigen auf alternative Heizmethoden um. Starke Preisschwankungen und zuletzt Unsicherheit in der Versorgung durch die Gaslieferanten gaben den Anstoß für diese Entwicklung. Darüber hinaus werden alternative Heizmethoden verstärkt von staatlicher Seite subventioniert, das Umweltbewusstsein der Kunden nimmt ebenfalls zu.
Gasanbieter spüren Abwanderung
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) geht davon aus, dass es drei bis vier Jahre dauern wird, bis der Gasmarkt wieder die Abnahme der Vorjahre erreichen wird, da sowohl die Zahl der Neukunden als auch der Verbrauch selbst gesunken sind. Die Wechselbereitschaft von einem Anbieter zum anderen setzt die Versorger zusätzlich unter Druck. Der starke Wettbewerb unter den Gaslieferanten wird jedoch in naher Zukunft einen positiven Einfluss auf die Gaspreise haben – zur Freude der Kunden.
Foto © Andreas Morlok/Pixelio.de
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