E.on tauscht Kapazitäten

Kohlekraftwerk Nachdem E.on bereits im vergangenen Dezember Verhandlungen über einen Kraftwerkstausch mit dem belgischen Energieversorger Electrabel aufgenommen hat, einigte man sich nun auf die entsprechenden Standorte. Damit dringt E.on auf den Energiemarkt in Belgien vor und kommt gleichzeitig den Auflagen der Europäischen Kommission nach, die dem Unternehmen zur Abwendung millionenschwerer Kartellstrafen die Abgabe deutscher Kapazitäten auferlegte.

Tausch von Kapazitäten

Das zur GdF Suez-Gruppe gehörende Unternehmen Electrabel gibt mit den Beschlüssen ein Steinkohle- und ein Gaskraftwerk sowie Strombezugsrechte aus Atomkraftwerken an den deutschen Anbieter ab. Im Gegenzug erhält das belgische Unternehmen die Kohlekraftwerke in Bremen-Farge und im oberbayrischen Zollling sowie Bezugsrechte aus den Atommeilern Krümmel, Grundremmingen und Untereser. Mit den Vereinbarungen werden Erzeugungskapazitäten von insgesamt 1700 Megawatt getauscht und vermarktet.

Umsetzung der Kartellamts-Forderungen

Mit den neuen Marktverteilungen gewinnt der deutsche Energiekonzern mit Sitz in Düsseldorf zunehmend an Bedeutung auf dem europäischen Markt. Ebenso tritt die Tochterfirma des französischen Energieriesen über seine Grenzen hinaus. Dieser war ebenso von den Auflagen durch das Kartellamt betroffen und kommt mit dem Kapazitätstausch deren Forderungen nach. Bereits im vergangenen August konnte Electrabel 33 Prozent der Wuppertaler Stadtwerke erwerben und kaufte sich für 300 Millionen Euro auf dem deutschen Markt ein. Ein weiteres Kohlekraftwerk plant GdF Suez ab 2012 in Wilhelmshaven. Weiter Projekte im Rahmen der grenzüberschreitenden Energiekooperation sind bereits in Planung.

Foto © Dieter Schütz

 

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