Mallorca-Urlaub ist Umweltsünde
Neueste Studien der Natur- und Umweltschutzvereinigung WWF haben ergeben, dass ein zweiwöchiger Urlaubsaufenthalt in Deutschlands Lieblings-Urlaubsziel Mallorca mehr als eine Tonne CO2 verbraucht – genauso viel wie durch ein Jahr Autofahren. Grundlage für die Berechnungen waren Ergebnisse der typischen Reisegewohnheiten der Urlauber, die ihre Ferien auf der spanischen Insel verbringen.
Zuhause bleiben für die Umwelt
Ein Urlaub in der Ostsee hingegen verursacht pro Person nur 258 Kilogramm CO2, alleine der Verzicht auf einen Flug ist bedeutend umweltfreundlicher. Am geringsten ist der Verbrauch auf dem heimischen Balkon – hier kommen gerade einmal 58 Kilo des Umweltschadstoffes zusammen, ein guter Grund, die heimische Umgebung zu erkunden und auf teuren Urlaub zu verzichten. Laut Aussage der Tourismusexpertin des WWF, Petra Bollich, ist das Urlaubsverhalten der Deutschen leider weniger vorbildlich. Günstig solle es sein, die Frage nach der Klimarelevanz kommt nur selten auf Eigeninitiative der Touristen. Allerdings sind hierzu auch insbesondere die Reisedienstleister in der Verantwortung. Mehr Informationen zu den klimatischen Auswirkungen durch Reisen und umweltschonende Alternativprogramme würden für eine erhöhte Aufmerksamkeit sorgen und mehr Urlauber zur Buchung animieren.
Probleme sind verflochten
Weltweit macht der Tourismus fünf Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen aus, was sich durch ein verstärktes Bewusstsein für die Bedeutung der CO2-Emissionen in Zusammenhang mit Reisen noch senken ließe. Denn gerade in Ländern wie Spanien, deren Umweltsituation noch deutlich verbessert werden muss, sind hohe CO2-Emissionen nur eines von vielen Problemen, die miteinander verflochten sind. So kommen Versorgungsschwierigkeiten beim Wasserverbrauch, hohe Kosten für Klimaanlagen und immense Exportabfälle hinzu, die allesamt zu einem sehr schlechten Klima-Fußabdruck sorgen, für den Urlauber und Konsumenten mitverantwortlich sind.
Foto © Sybille Madem/Pixelio.de
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[...] Quelle: Steckdose.de [...]