Was ist Ökostrom und welche Arten gibt es?

Ökostrom wird bei den Deutschen immer beliebter. Gerade erst gab der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) bekannt, dass hierzulande dieses Jahr deutlich mehr Ökostrom-Kraftwerke ans Netz gegangen sind, als von der Bundesregierung vorhergesagt. Da ist die Frage mehr als angebracht, was Ökostrom eigentlich ist und wo er herkommt.

Die Vielfalt der Ökostroms

Als Ökostrom bezeichnet man Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Dazu gehören Windanlagen, Sonnenenergie, Geothermie oder Biomasse. Während fast jeder die Windkraftanlagen oder Sonnenkollektoren schonmal gesehen hat, wissen viele Menschen nicht, was mit den anderen beiden Begriffen gemeint ist.

Unter Geothermie versteht man die Ausnutzung, der unter der Erdkruste gespeicherten Wärmeenergie. Dabei wird durch diese natürliche Hitze Wasser verdampft, welches dann Turbinen zur Stromerzeugung bewegt. Biomasse hingegen bezeichnet die Gesamtheit des organischen Materials eines Ökosystems. Diese lässt sich in zwei Kategorien aufteilen. Die erste Kategorie umfasst z.B. organische Abfälle wie Hausmüll oder Tierrestprodukte. Die zweite Kategorie beinhaltet Pflanzen, die speziell zur Energiegewinnung angebaut werden. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO² frei, wie ursprünglich von den Pflanzen zu ihrem Wachstum aufgenommen wurde. Die Menge an CO² in einem System wird also nicht erhöht.

Die Mischung im Stromnetz

Wenn sich ein Verbraucher für Ökostrom entscheidet, bedeutet dies aber nicht, dass er von nun an nur Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzt. Vielmehr trägt er dazu bei, dass sich der Anteil an Ökostrom im gesamten Stromnetz vergrößert.

Foto © Wikimedia

 

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