Niedrigster Stromverbrauch seit den Siebzigern

KohlekraftwerkLaut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ist der Verbrauch von Strom in Deutschland in diesem Jahr auf das Niveau von vor fast 40 Jahren gesunken. Ganze 6,5 Prozent weniger Primärenergie wurden im Vergleich zu 2008 verbraucht. Damit ist das Energieniveau das niedrigste seit dem Anfang der siebziger Jahre. Gestiegen ist hingegen der Anteil regenerativer Energien. Diese machen nun 9 statt 8,2 Prozent aus, wie noch im Vorjahr.

Die größten Einbußen hat die Steinkohle zu verbuchen. Um ganze 18 Prozent sank der Verbrauch somit auf 50,3 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten. Dieser Abfall im Verbrauch trägt dem gesunkenen Bedarf der Eisen- und Stahlindustrie Rechnung. Den größten Beitrag zur Energiegewinnung trug das Mineralöl mit 34,6 Prozent, wenn auch hier der Bedarf um 5,8 Prozent sank.

Laut Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ist der gesunkene Energiebedarf vor allem bedingt durch die Rezession. Wenn die Industrie sich wieder erholt, wird also auch der Verbrauch ansteigen. Damit bleibt es nach wie vor wichtig, sparsam mit der Energie umzugehen.

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