Deutschland geht der Strom aus
Die Stromversorgung in Deutschland wird knapp. Politiker warnen nun davor, abhängig von Stromimporten zu werden.
Es ist ein ewiger Konflikt zwischen Energielieferanten und Umweltschützern. Die einen sehen großes Kapital im Bau weiterer Kohlekraftwerke, die anderen warnen vor verheerenden Folgen für den Klimawandel und die Umwelt. Dieser Konflikt könnte Deutschlands Stromversorgung nun stark beeinträchtigen.
Der Erfolg der Umweltschützer ist unverkennbar. Teilweise wurden bereits begonnene Bauvorhaben auf Grund von massiven Protesten wieder gestoppt. Der Umwelt tut dies gut, Deutschland wird aber bald, laut getätigten Zukunftsprognosen, stromunterversorgt sein. Denn trotz Vorhaben, alternative Energien in Deutschland zu stärken, können diese noch lange nicht den Großteil des Strombedarfs decken.
Zusätzlich zollt auch die Wirtschaftskrise ihr Tribut. Investitionen, um Kohlekraftwerke bauen zu lassen, werden in Deutschland nur noch selten getätigt, es fehlt das Geld.
Experten warnen nun davor, dass Deutschland Strom importieren muss, um seinen Eigenbedarf decken zu können. Dies würde zu einer Abhängigkeit vom Ausland führen, die es immer zu vermeiden galt.
Nun muss ein Kompromiss gefunden werden, mit dem sowohl Umweltschützer als auch die Wirtschaft leben können. Dies ist aber leichter gesagt als getan. Im Hinterkopf bleibt die Forderung der Regierung: Bis 2020 soll der Prozentsatz der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch auf 20 Prozent angestiegen sein, die CO2-Emissionen allerdings um 20 Prozent sinken.
Wer den Kampf gewinnt, bleibt abzuwarten.
Foto: Copyright wikimedia
Autor: Anna
Geschrieben am: Montag, den 8. Februar 2010
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