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Ist Holz das neue Öl?

Montag, den 8. Februar 2010

pelletheizungDen Gesamtverbrauch an Energie national decken zu können, ist das Ziel der Regierung. Unabhängiges Regieren und eigene Preisbestimmung zählen zu den Hauptgründen. Doch wie lässt sich diese Unabhängigkeit erreichen?

Holz ist eine Alternative

Deutschland hat mit 3,4 Milliarden Kubikmetern Holzvorräten die Spitzenposition Europas inne. Wenn es ums Heizen geht, so mache Holz 80 Prozent der dafür eingesetzten erneuerbaren Energien aus. Bereits 140.000 Pelletheizungen stehen in deutschen Haushalten, Tendenz steigend.

Pelletheizungen

In der Anschaffung sind Pelletheizungen doppelt so teuer wie Gas- oder Ölanlagen, der Preis für die Menge Pellets, die einem Liter Heizöl entspricht, allerdings um bis zu 30 Cent günstiger. Selbstgeschlagenes Holz ist meist sogar noch billiger zu haben, die Herstellung allerdings mit viel mehr Aufwand verbunden. Bei einem hohen Heizenergieverbrauch kann sich eine Pelletheizung so schon in weniger als zehn Jahren rentieren.

Umweltaspekte

Holz als Heizstoff zu verbrennen, ist wesentlich energiefreundlicher als bei Ölheizungen. Ganze 89 Prozent lassen sich hier an CO2-Emmissionen einsparen. Zusätzlich dürfen nur unbehandelte Holzprodukte hergestellt und verbrannt werden. Gerade aus diesem Grund wird der Einbau einer neuen Pelletheizung mit ganzen 2500 Euro subventioniert.

Nachteile?

Der Lagerungsaufwand für Pellets oder Holzpaletten ist nicht zu verachten. Hierfür wird meist ein zweiter Raum benötigt. Auch muss die Heizung ein bis zwei Mal im Monat gesäubert werden.
Wer ein solcher Naturbursche ist, der sich sein Holz selbst schlägt, muss das Holz mehrmals täglich nachschichten und mit einer Lagerungszeit von bis zu zwei Jahren auf Grund der erforderlichen Trockenheit des Brennstoffes miteinrechnen.

Wer also der Umwelt etwas Gutes tun möchte und den der Mehrwaufwand nicht stört, sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse aufstellen lassen und vielleicht demnächst mit erneuerbaren Energien heizen.

Foto: Copyright wikimedia


Autor: Anna
Geschrieben am: Montag, den 8. Februar 2010
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