Innovation der Jugend
Studenten aus Deutschland machen es vor und präsentieren Entwürfe für den Häuserbau von Morgen.
Das Einsparpotenzial beim Häuserbau oder allein in der Sanierung ist größer als gedacht. Durch Dämmung, intelligente Heiz- und Kühlsysteme und eine optimale Nutzung der Sonne lässt sich einiges am Energieverbrauch einsparen. Diese Reduktion hat zur Folge, dass der Strom- und Heizverbrauch eines Hauses komplett durch Photovoltaikmodule und Windturbinen gedeckt werden kann.
Dieses Vorhaben präsentieren Studenten aus Rosenheim, Wuppertal, Stuttgart und Berlin auf der bautac-Messe am Wochenende in der Hauptstadt. Im Sommer sollen diese Projekte dann nicht mehr nur auf dem Papier, sondern als fertiggestelltes Haus existieren. Im Juni erfolgt dann in Madrid beim Solar-Decathlon-Wettbewerb der internationale Vergleich.
Die Besonderheit hierbei ist, dass allein die Sonne als Energiequelle genutzt werden darf und das designte Gebäude architektonische und ästhetische Gesichtspunkte erfüllt. Es geht also nicht nur um einzelne Teile, sondern um eine realistische Entwicklung eines Gebäudes, das in sich stimmig ist.
Trotz der von außen stark einstrahlenden madridschen Sonne muss das Klima im Haus angenehm sein, ohne eine Klimaanlage einschalten zu müssen. Dieses wird durch Latentwärmespeicher erreicht, die aus Wachs oder Salzhydraten bestehen, die, wenn sie schmelzen, Energie aufnehmen und Energie abgeben, wenn sie wieder fest werden.
Zehn Tage lang werden die Häuser von den Studenten bewohnt und von der Jury bewertet. Sie müssen auf zwei Personen ausgelegt sein und dürfen nicht mehr als 74 Quadratmeter groß sein. Kochen, fernsehen, waschen, all das darf in den Häusern kein Problem darstellen.
Bislang haben die Deutschen bei zwei Teilnahmen an dem Solar Declathon zwei Mal gewonnen. Dieses Jahr hat Deutschland dann mit vier Teams gute Chancen auf den Gewinn.
Foto: Copyright wikimedia
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