Kühlsystem durch frische Luft
Die Firma Leitz in der Schwäbischen Alb hat ein neues System für ihre Serverkühlung eingeführt: Luft.
Das Rechenzentrum der Firma Leitz besteht aus 70 Servern, die gekühlt werden müssen. Doch anstatt kostpielige Klimaanlagen einzusetzen, wurde ‘Liquid Package Cooling’ eingesetzt. Hierbei wird das erhitzte Kühlwasser der Server aufs Dach geleitet, wo es von der Außenluft wieder herunter gekühlt wird und zu den Servern zurück fließt. Die Luft-Wasser-Wärmetauscher funktionieren bis zu einer Außentemperatur von 20 Grad Celsius. Sobald es wärmer wird, müssen herkömmliche Kühlungssysteme einspringen.
Dank dieses Systems kann besagtes Unternehmen knapp die Hälfte der jährlichen Stromkosten sparen, das entspricht hier etwa 10.000 Euro im Jahr. Positiver Nebeneffekt der Herangehensweise ist aber nicht nur die Ersparnis, sondern auch der Imageeffekt für das Unternehmen. Denn energiebewusstes Handeln stärkt das Ansehen eines Bertriebs enorm.
Die CO2-Emissionen, die von den mehr als fünf Millionen Servern in Deutschland ausgehen, übersteigen die vom gesamten deutschen Flugverkehr und benötigen Strom von vier Atomkraftwerken. Leider haben aber noch zu wenig Manager erkannt, wie viel Geld sie durch sogenanntes „Green IT“ tatsächlich einsparen können. Deshalb steht für die meisten Unternehmer eine solche Überlegung noch gar nicht auf der Prioritätenliste.
Dabei müssen gar keine neuen Räume erschaffen werden. Es reicht, wenn in dem Serverraum Warm- und Kaltgänge eingerichtet werden; die Server also alle die Abwärme in eine Richtung ableiten. Viele Unternehmen haben allerdings den Platz dafür gar nicht und stellen ihre Technik dort hin, wo es gerade hin passt.
Manche Unternehmen haben es allerdings schon geschafft, die Abwärme zur Warmwasseraufbereitung zu nutzen. Das ist der Weg, in den uns die Zukunft führen sollte.
Mehr Infos zum umwetfreundlichen Büro gibt es kostenlos beim Beratungsbüro Bitkom.
Foto: Copyright wikimedia
Weitere interessante Artikel: