Masdar City – Energieprojekt strauchelt
Die geplante Energiestadt Abu Dhabis, die Tausende mit sauberem Strom versorgen sollte, musste den voraussichtlichen Eröffnungstermin nach hinten verschieben.
Erst kürzlich überwies Abu Dhabi dem Pleitestaat Dubai eine Summe von 26 Milliarden Euro. Diese finanziellen Einbußen scheinen es aber nicht zu sein, die das Wüstenstadtprojekt nun verzögern, es mangelt eher an Führungs- und Entscheidungsqualitäten. Schließlich stecken in der Energiestadt Investitionen von 22 Milliarden Dollar, die über sieben Phasen aufgeteilt werden sollen.
Managementprobleme
Anfänglich sollten bereits 2016 die ersten Bewohner und Unternehmen Einzug halten, nun wurde der Start auf 2020 verschoben. Es gehe in erster Linie um Innovationen, die noch in den Masterplan aus dem Jahre 2006 eingebaut werden sollen, um auch neuere Technologien zu berücksichtigen. Nun steht Abu Dhabi also vor der Wahl, entweder müssen Verzögerungen akzeptiert oder der Standard der Stadt gesenkt werden.
Zusätzlich kommt nun noch der Wechsel von zwei Direktoren des Projekts hinzu; Khaled Awad und Ziad Tassabehji werden durch den Australier Alan Forst und den Niederländer Frank Wouters ersetzt.
Zukunftsaussichten
Die Bauarbeiten haben bereits im Mai letzten Jahres begonnen, mittlerweile zeigen sich nur Fortschritte bei der Technischen Hochschule, dem Masdar Institue, das zum akademischen Jahr 2010/2011 eröffnet werden soll. Auch wurden noch nicht die richtigen Bauunternehmen für alle zu erstellenden Immobilien gefunden, weitere Ausschreibungen sollen folgen.
Auch die Rufe von Skeptikern werden größer, die bezweifeln, dass sich Masdar kommerziell lohnt. Die Entwickler wollten diese Befürchtungen mit Reservierungen für die Büroräume widerlegen und investierten hohe Summen, um Studienergebnisse erstellen zu lassen, die die Rentabilität beweisen sollten.
Zu einem Stillstand wird es aber bei dem Prestigeprojekt Masdar City mit großer Wahrscheinlichkeit nicht kommen.
Foto: Copyright wikimedia
Keine anderen relevanten Artikel gefunden.