Auch Bayern baut Windenergie aus

bayernDie bayerische Regierung zieht nun mit anderen Vorreiterländern wie Baden-Würtemberg mit und will ebenfalls erneuerbare Energien explizit fördern. Dazu soll die Anzahl der Windkraftanlagen in den nächsten Jahren auf rund 1000 gesteigert werden, so ließ es zumindest der Umweltminister Markus Söder verlauten. Bislang verfügt das größte Bundesland Deutschlands nur über knapp 400 Anlagen zur Stromgewinnung.
Die geplante Erweiterung der Anlagen soll bewirken, dass Windenergie nicht mehr nur 0,8 Prozent, sondern ganze drei Prozent an der Gesamtstromproduktion ausmacht.
Doch auch dieser Zuwachs ändert nichts an der Tatsache, dass Bayern im bundesweiten Vergleich immernoch hinterher hinkt. Um sich auf nationalem Niveau messen zu können, müssen 1500 bis 2000 Anlagen gebaut werden, um schließlich 10 Prozent der Stromgewinnung mit Windenergie decken zu können, kritisierten Umweltverbände und sonstige Vertreter der Branche.
Der Präsident des Bundesverband WindEnergie Hermann Albers geht davon aus, dass eine sechs Milliarden schwere Investition bis 2020 getätigt werden könnte, wenn geeignete Flächen gefunden werden und sich die Beschwerden über angebliche Lärmbelästigung und optische Störungen in der Landschaft beruhigen. Auch die spätere Einführung von Elektroautos könne nur dann vernünftig durchgeführt werden, wenn diese mit erneuerbarem Strom führen.
Eine Umfrage ergab, dass sogar 60 Prozent der Bayern den Bau von Windkrafträdern befürworten, auch wenn diese in ihrer unmittelbaren Umgebung ständen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird das Umweltministerium einen Energieatlas mit geeigneten Standorten für weitere Windräder veröffentlichen, auch um damit die Akzeptanz noch ein wenig zu erhöhen.

Foto: copyright wikimedia

 

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