Konkurrenzkampf im Stromgeschäft
Vier der größten Energiekonzerne Eon, RWE, EnBW und Vattenvall stehen derzeit wieder massiv unter Beobachtung der EU-Kommission. Derzeit kritisieren sie insbesondere die Macht der Großkonzerne am Energiemarkt.
Experten der Branche bemängeln die derzeitige Wettbewerbssituation auf dem Strommarkt. Grenzüberschreitender Stromhandel könnte den Strommarkt in Europa auflockern. Dies würde die Liquidität am Markt erhöhen und die Preise dämpfen, argumentieren einige Wirtschaftsexperten. Laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) sie der europäische Strommarkt derzeit noch lange nicht bereit für einen landesgrenzen überschreitenden Stromaustausch. Die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen seien dafür noch nicht gegeben.
Die vier großen deutschen Stromkonzern wollen da nicht mitmischen. Sie wollen in Deutschland ihre starke Marktposition halten und auf diesem Wege ihre Preispolitik rechtfertigen. Wer den Markt beherrscht, darf auch die Preise bestimmen. Eine kürzlich erschienene Studie zeigt ein anderes Bild. Die europäischen Strommärkte sind laut Studie inzwischen so weit zusammengewachsen, dass ein Alleingang der deutschen Stromriesen in Bezug auf die Preisgestaltung nicht mehr gerechtfertigt ist. Sie schotten den deutschen Strommarkt vom restlichen Europa ab. Ausländische Anbieter haben so keine Chance in der Bundesrepublik. Verbraucherschützer und Experten des Bundeskartellamtes prüfen derzeit die Situation auf dem deutschen Strommarkt und hinterfragen die Marktposition der Energieriesen.
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