Die größten Stromschlucker: Rechenzentren
Apple, Google, Microsoft und Facebook erreichte kürzlich der Aufruf von Greenpeace, ihre Rechenzentren mehr auf erneuerbare Energien umzustellen. Bis 2020, so prognostiziert die Umweltschutzorganisation, werden diese nämlich knapp zwei Milliarden Kilowattstunden Strom verbrauchen, mehr als der Gesamtstromverbrauch von Frankreich, Deutschland, Kanada und Brasilien zusammen. Bei dieser Rechnung wurde von einem jährlichen Serverzuwachs von neun Prozent ausgegangen.
Das Hauptproblem hierbei ist, dass die Rechenzentren meist ihre Energie aus Kohlekraftwerken beziehen und durch die Expandierung zu einem Hauptproduzenten von Kohlenstoffdioxid geworden sind. Zwar achten die Medienriesen auf die Energieeffizienz ihrer Serveranlagen, vernachlässigt wird jedoch der Aspekt der benutzten Energiequellen. Facebook argumentiert damit, bei der Auswahl ihres Netzbetreibers für das neue Rechenzentrum in Prinevill, Oregon, nur auf den Kraftwerksbetreiber Pacific Power zurückgreifen zu können.
Auch Apples Neubau in North Carolina wird zur Hälfte durch Kohle- und zu weiteren 40 Prozent durch Atomkraftwerke mit Energie versorgt.
Lobenswerter sind da die Vorhaben von Microsoft und Yahoo!, die an ihre zukünftigen Rechenzentren Wasserkraftwerke zur Energiegewinnung anschließen wollen. Doch Greenpeace wäre nicht Greenpeace, wenn sie nicht auch diese Methode auf Grund ihres großen Eingriffs in die Natur kritisieren würden. Für diese Art der Stromproduktion müssen Dämme gebaut werden, die allerdings in kleinem Ausmaß nicht allzu viel Schaden anrichten, auf jeden Fall weniger als der CO2-Ausstoß bei der Stromgewinnung durch fossile Brennstoffe.
Foto: copyright wikimedia
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