Sommer- und Winterzeit noch zeitgemäß?
Am Wochenende wurde wieder mal die Uhr umgestellt. Sogar Montag beschwerten sich noch viele Leute über die verkürzte Nacht einen Tag zuvor. Nicht nur die Akzeptanz in der Gesesllschaft schwindet, auch Wissenschaftler zweifeln mittlerweile an, ob die Uhrenumstellung noch wirklich notwendig ist.
1980 wurde die Zeitverschiebung eingeführt, um in den Sommermonaten das Licht optimal zu nutzen und damit Strom zu sparen. Das ist nun dreißig Jahre her, die Lebensgewohnheiten haben sich geändert und die Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Umstellung werden größer, zudem die Störung des menschlichen Biorythmus’ nicht zu verachten ist.
So führt die Zeitumstellung zwar dazu, dass an hellen Abenden weniger Strom verbraucht wird, dieser dafür aber bei abendlichen Aktivitäten wieder hereingeholt wird. Außerdem macht die Lichterzeugung bei den Deutschen nur acht Prozent am Gesamtstromverbrauch aus, Tendenz sinkend, da Glühbirnen immer mehr durch Energiesparlampen ersetzt werden.
Eine Umfrage ergab, dass knapp die Hälfte der Deutschen für eine Abschaffung der Sommer- und Winterzeit ist, jeder Dritte hingegen erachtet dies noch als sehr sinnvoll. Ein Viertel der Deutschen fühlt sich von der „geklauten Stunde“ überhaupt nicht beeinflusst.
Mittlerweile gaben Island und auch Russland Wissenschaftlern den Auftrag, über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Uhrenumstellung zu forschen, um sie bei entsprechendem Ergebnis eventuell aus dem Kalender zu verbannen.
Foto: copyright wikimedia
Weitere interessante Artikel: