Alte Strukturen aufgebrochen
Der neue EON-Chef Johannes Teyssen möchte den größten deutschen Energiekonzern von Grund herauf umbauen. Nachdem im Mai bereits der Vorstand neu aufgebaut wurde, will Teyssen nun die verkrustete Struktur des Unternehmens aufbrechen. So soll die Leitung künftig stärker von Düsseldorf aus geführt werden, wodurch die anderen Zentralen in München und Essen ein wenig an Macht verlieren.
Anfang Mai hatte Teyssen von Wulf Bernotat die Führung des europaweit größten Energieversorgers übernommen. Bereits bei Dienstantritt verkündete er, den Konzern für den harten Wettbewerb auf dem Energiemarkt besser rüsten zu wollen. Den Vorstand knöpfte er sich bereits wenige Woche später vor. Einige alte Manager mussten gehen, zeitgleich wurden neue ins Gremium berufen. Darüber hinaus wurde der Vorstand stärker nach dem operativen Geschäft ausgerichtet. Zum Beispiel ist nun ein Vorstand für die Strom- und Gasproduktion zuständig, während ein zweiter sich um den Vertrieb kümmert.
Derartig soll nun der gesamte Konzern umstrukturiert werden. In Zukunft sollen fünf globale Einheiten das Unternehmen ausmachen: Kraftwerke, Gasbeschaffung, Handel, erneuerbare Energien und Energieforschung. Zusätzlich wird es die Serviceabteilungen Personal, IT und Einkauf geben.
Der Umbruch des Konzernstruktur gehe jedoch nicht mit einem Stellenabbau einher, wie ein Sprecher von EO.N zu verstehen gab. Jedenfalls gebe es bislang keine derartigen Beschlüsse. Die neue Konzernstrategie soll im September diesen Jahres öffentlich vorgestellt werden.
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