Abwasser als Energiequelle
Wissenschaftler aus den USA haben eine neue Quelle für erneuerbare Energien entdeckt. Sie konnten herausfinden, dass mit Hilfe von mit Gold überzogenen Elektroden aus Abwasser bis zu 20 mal so viel Strom gewonnen werden kann, wie mit herkömmlichen Elektroden ohne Überzug.
Die neuartig entwickelten Zellen funktionieren bislang lediglich im Labor. Bevor sie auf den Markt kommen und zur Stromgewinnung herangezogen werden können, müsse die Effizienz der Elektroden noch optimiert werden.
Die Idee zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien besteht schon seit längerer Zeit und beruht auf der Feststellung, dass Mikroorganismen während ihres Wachstums Elektronen freisetzen. Sie werden aus diesem Grund bereits seit längerem bei der Reinigung von Abwasser genutzt. Durch Veränderungen der Beschaffenheit von Graphitelektroden haben die US-Wissenschaftler nun versucht, die Menge der freigesetzten Energie zu vergrößern. Bei Versuchen mit einem Goldüberzug konnte festgestellt werden, dass durch diesen bis zu 20 mal mehr Energie freigesetzt werden konnte, als bei Elektroden ohne Goldüberzug.
Die Wissenschaftler wollen ihre Versuche weiter fortsetzen, um herauszufinden, ob günstigere Materialien ähnliche Ergebnisse bringen. Eine flächendeckende Versorgung mit Strom aus Abwasser ist aus Kostengründen nicht mit vergoldeten Elektroden möglich.
Foto: Copyright Günter Havlena, pixelio
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