Strompreisexplosion durch Solarboom?
Auch für das kommende Jahr ist mit leichten Anstiegen der Strompreise in Deutschland zu rechnen, da sich wesentlich mehr Menschen Photovoltaik-Anlangen angeschafft haben, als im Vorfeld erwartet wurde. Zu diesem Ergebnis kommt ein großes Verbraucherportal, welches sich auf eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wirtschaftsforschung bezieht. Die deutschen Verbraucher müssen sich in 2011 auf bis zu zehn Prozent höhere Strompreise einstellen.
Als Grund für kommende Preiserhöhungen könnte die feste Einspeisevergütung angesehen werden, welche die Betreiber von Solaranlagen gemäß EEG erhalten. Diese Einspeisevergütung hat der jeweilige Energieversorger an den Betreiber von Solaranlagen zu bezahlen. In der Regel ist die Vergütung für derartigen Ökostrom höher angesetzt, als der Strom tatsächlich wert ist. Die Energieversorger geben die auf diesem Wege für sie entstehenden höheren Kosten an ihre Kunden weiter. Dies wird als EEG-Umlage bezeichnet.
Gegenwärtig liegt die EEG-Umlage bei circa zwei Cent je Kilowattstunde Strom. Für das kommende Jahr wird mit einer Erhöhung dieser Umlage um bis zu 3,5 Cent gerechnet.
Bundesumweltminister hält die für 2011 erwarte Höhe der Preissteigerungen für unrealistisch. Seiner Ansicht nach könne die Photovoltaik-Brache in ähnlicher Weise unterstützt werden, wie früher die Kohle- und Atomenergie.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Preise für Ökostrom im kommenden Jahr entwickeln werden.
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Eine Ausnahme, die keine Wandlung erfordert, stellt die Einspeisung in separate Gleichstrombetriebsnetze dar, zum Beispiel die Direkteinspeisung des Solargenerators in ein Straßenbahnbetriebsnetz. Einige wenige Pilotanlagen für eine solche Anwendung sind seit einigen Jahren in der Erprobung. Als Beispiel sei hier die Anlage auf dem Straßenbahndepot in Hannover-Leinhausen genannt.