Union will Solarförderung kürzen
Aufgrund der gestiegenen EEG-Umlage werden viele Verbraucher im kommenden Jahr höhere Strompreise zahlen müssen. Aus diesem Grund will die Fraktion der CDU und CSU nun die Solarförderung stärker einkürzen, als ursprünglich vorgesehen war.
Belastung der Strompreise
Nicht wenige deutsche Stromversorger nahmen die vor circa einem Monat bekannt gegebene Erhöhung der EEG-Umlage zum Anlass, um ihre Strompreise erneut anzuheben. Viele Experten sind nun der Ansicht, dass insbesondere die Solarförderung einen Großteil der deutschen Verbraucher belastet, obwohl der Anteil der Solarenergie in der Bundesrepublik gegenwärtig noch sehr gering ist. Die Union plant deshalb nun, die weitere Solarförderung stärker einzuschränken, als bislang angenommen. Denn auch wenn das Erneuerbare-Energien-Gesetz angepasst worden ist, sie insbesondere die Förderung der Solarenergie bislang noch ein großes Problem, so der energiepolitische Sprecher der Union, Thomas Bareiß (CDU).
Hohe Mehrkosten durch Ausbau
Laut Berichten der dpa sowie der Financial Times Deutschland fordert Bareiß in einem Schreiben an den Bundesumweltminister Norbert Röttgen sowie an den CDU-Fraktionschef Volker Kauder eine jährliche Begrenzung für den Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen. Momentan würden laut Bareiß knapp 8.000 Megawatt Solarenergie zugebaut, anstatt der geplanten zusätzlichen 1.900 Megawatt. Kanpp die Hälfte aller weltweit gebauten Solaranlagen ging in diesem Jahr alleine in Deutschland in Betrieb. Werde sich diese Entwicklung weiter fortsetzen, so werden nach Ansicht von Bareiß im kommenden Jahr durch die EEG-Umlage Mehrkosten in Höhe von 20 bis 30 Milliarden Euro entstehen. Dennoch sei der Anteil der Solarenergie an der Stromversorgung in Deutschland mit 1,8 Prozent noch relativ gering. Nicht klar erscheint zudem, ob die Stromkosten im Falle einer Deckung der Solarförderung tatsächlich wieder sinken würden.
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