Umweltrat fordert Umdenken in der Klimapolitik

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) kommt als wissenschaftliches Beratungsgremium der Deutschen Bundesregierung zusammen und sorgt mit einem aktuellen Gutachten für Aufsehen. Die Experten fordern ein Umdenken in der Klimapolitik und bestätigen gleichzeitig die Möglichkeit zur 100prozentiger Stromversorgung aus Erneurbaren Energien bis spätestens 2050.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt

Die Studie der wissenschaftlichen Berater erschien jetzt im Januar unter dem Tiel Wege zur 100 Prozent erneuerbaren Stromversorgung und will als wissenschaftlicher Beitrag mehrere Fragestellungen deutscher und europäischer Klimapolitik untersuchen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Versorgungssicherheit durch Erneuerbare Energien, die Kosten zum vollständigen Umbau der Systeme, aber auch die Beurteilung unterschiedlicher Technologien, die bis dahin als Brücke dienen sollen. Flankierende Maßnahmen und Instrumente hin zu einer vollständigen Energiewende und der Stromversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien werden hier ausführlich untersucht und bewertet.

Stromversorgung aus 100 Prozent Erneuerbarer Energie

In der Kurzzusammenfassung vorweg, stellt das Gremium fest, dass so eine Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien möglich, sicher und auch bezahlbar sei. Dafür werden in dem Gutachten acht unterschiedliche Szenarien untersucht. Zur Erreichung dieser erklärten Ziele seien laut Expertenrat weder signifikante Laufzeitverlängerungen noch der Bau neuer Kohlekraftwerke nötig. Statt dessen bennennen sie Energieeffizienz als die eigentliche Brückentechnologie. Klimaschutzziele sollten innerhalb eines ausgestalteten Emissionshandels sowohl Anreize als auch Bezugsrahmen dieser Transformation bilden. Die Versorgungssicherheit sei jedoch nur mit einem umfangreichen Ausbau der Netze machbar.

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de

 

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