Erzeugergemeinschaft für Ökostrom
Mit der derzeit vorherrschenden dezentralen Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien bilden sich erste Zusammenschlüsse zu sogenannten Erzeugergemeinschaften, in denen sich kleine Erzeuger zusammenschließen, um ihren Strom in einem gemeinsamen Verbund eines virtuellen Kraftwerkes zu steuern und selbst an die Börse bringen. Die Marktprämie des Gesetzes zum Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG) soll zusätzliche Anreize schaffen.
Effiziente Stromerzeugung durch virtuelle Kraftwerke
Die Förderung steht auf dem Prüfstand seit der Wildwuchs im Bereich der Solarenergie vermehrt zum Abschreibeobjekt für private Bauherren verkommen ist und seitens der Politik will man nun vermehrt gegensteuern. Auch bei Biogas will Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner von der CSU nachbessern. Das Modell der Marktprämie soll im Rahmen der aktuellen EEG-Novelle die bisherige, kleinteilige Vergütung ablösen. Mit dieser Marktprämie soll ein Ausgleich geschaffen werden zwischen den Kosten effizienter Anlagen und den üblichen Marktpreisen.
Genossenschaften: Sicherheit mit Marktprämie
Mit der “Genossenschaft Deutscher Grün-Energie-Erzeuger” (GDGE) schlossen sich jetzt in Bad Oldesloe erste Landwirte zusammen, um ihre Erzeugerproduktionen aus Biogas, Wind, Solar und Wasserkraft gemeinsam zu vermarkten und den Strom an die Handelsbörse in Leipzig zu bringen. Mit Hilfe eines virtuellen Kraftwerkes solle die Produktion bedarfsgerecht gesteuert werden. Anstelle der Vergütung aus dem EEG wolle die Genossenschaft den Erzeugern einen vergleichbaren Erlös garantieren und durch die ausgeschriebene Marktprämie für die Vermarktung in Eigenregie sichere man mögliche Differenzen zum Marktpreis ab.
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