Strompreise treiben Erzeugerpreise in die Höhe
Aufgrund de stark angestiegenen Preise für Strom sind die Erzeugerpreise in der Bundesrepublik im Januar diesen Jahres so stark angestiegen, wie seit Oktober 2008 nicht mehr.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Index der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte um 5,7 Prozent in die Höhe geklettert. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Allen voran verteuerten sich vor allem die Preise für Mineralölprodukte im Vergleich zum Januar 2010. Heizöl schlug mit rund 30 Prozent mehr zu Buche als noch vor einem Jahr, Flüssiggas ist sogar um satte 45,8 Prozent teurer geworden. Auch die Kosten für Strom, Erdgas und Treibstoffe haben sich Anfang 2011 weitaus mehr verteuert als im ersten Monat des vergangenen Jahres.
Deutlicher Anstieg der Erzeugerpreise
Wesentlich stärker als erwartet sind die Erzeugerpreise zudem gegenüber dem Vormonat angestiegen. Um 1,2 Prozent haben sie sich gegenüber Dezember 2010 erhöht. Die Erzeugerpreise lassen erste Rückschlüsse auf die zukünftig Entwicklung der Inflation zu, denn der Handel gibt die gestiegenen Kosten zumindest zum Teil an seine Kunden weiter. Insgesamt sind die Lebenserhaltungskosten im Januar mit einem Plus von zwei Prozent so stark wie schon seit Jahren nicht mehr angewachsen. Die gestiegenen Energiekosten haben hierzu einen nicht unwesentlich Beitrag geleistet.
Nicht nur Energiepreise angestiegen
Doch nicht nur die Energie an sich ist im Januar teurer geworden, sondern ebenso die Güter, aus denen die Energie gewonnen wird. Mit einem Preisanstieg von 7,6 Prozent mussten die deutschen Verbraucher insbesondere für Metalle und andere Grundstoffe dieser Art tiefer in die Taschen greifen. Auch Getreidemehl, Futtermittel und Verbrauchsgüter wie Nahrungsmittel wurden spürbar kostspieliger.
Foto: Copyright Thorben Wengert / pixelio.de
Weitere interessante Artikel: