Weltweit erstes C02-Minus-Kraftwerk nimmt Betrieb auf
In Villach soll ab Sommer diesen Jahres das weltweit erste CO2-Minus-Kraftwerk in Betrieb genommen werden. In dem Kraftwerk soll laut Betreiber nicht nur Strom und Fernwärme aus Holz produziert werden, sondern ebenfalls Holzgas sowie Wasserstoff als Nebenprodukt. Das bei der Energiegewinnung entstehende CO2 wird in der Anlage gefiltert und verflüssigt, wodurch es für die Industrie weiter verwertbar wird. Laut einer Mitteilung der österreichischen Kleinstadt Villach soll die neuartige und bislang weltweit einzigartige Anlage bis zum Jahr 2014 mit circa 57 Millionen Euro gefördert werden.
Vielseitiges Biomasse-Kraftwerk
Die Einzigartigkeit der Anlage besteht in ihrer Vielseitigkeit. Sie produziert nicht nur Strom und Wärme, sondern daneben auch Biogase, die als speicherfähiger Energieträger und als grundlegende Substanz für viele chemische Erzeugnisse verwendet werden kann. Dabei kann umso mehr CO2 gefiltert und als Erzeugnis für die industrielle Nutzung aufbereitet werden, je mehr Strom die Anlage erzeugt. Pro Jahr sollen nach Angaben des Betreibers rund 70.000 Tonnen CO2 umgewandelt werden.
Wasserstoff als Nebenprodukt
Auch Wasserstoff entsteht in dem Biomasse-Kraftwerk als weiteres Nebenprodukt. Wissenschaftler erforschen derzeit die Möglichkeiten der weiteren Verwendbarkeit des Wasserstoffs. Infrage käme zum Beispiel, dieses so genannte Kuppelprodukt als Treibstoff für Fahrzeuge zu nutzen. Daneben bestünden noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten für Wasserstoff.
Bislang wurde die neuartige Anlage mit Finanziellen Mitteln in Höhe von rund 40 Millionen Euro gefördert. Bis zum Jahr 2014 soll das seit 2007 im Bau befindliche Biomasse-Kraftwerk fertig gestellt werden und vollständig in Betrieb genommen werden.
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