Greenpeace-Studie: Schnellausstieg aus Atomenergie wäre möglich

Ein schneller Ausstieg aus der Atomkraft wäre laut einer aktuellen Studie durchaus realisierbar. Bereits in vier Jahren könnte die Bundesrepublik Deutschland bereits vollständig auf Strom aus Kernkraftwerken verzichten, um den Energiebedarf Deutschlands zu gewährleisten. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung der Umweltorganisation Greenpeace hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

In nur vier Jahren könnte Deutschland seine Energieversorgung vollständig ohne Strom gewährleisten, der in Atomkraftwerken produziert wird. Dabei könnte die Stromversorgung in der Bundesrepublik laut Greenpeace sogar völlig ohne Nebenwirkungen atomfrei realisiert werden. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt könnte die Stromversorgung stabil und zuverlässig gewährleistet werden, wenn die vorübergehend still gelegten Kraftwerke auch weiterhin vom Netz bleiben würden. So das Ergebnis der neuen Greenpeace-Studie, die auf der Grundlage aktueller Planungen von Kraftwerken basiert.

Weitere AKW verzichtbar

Zudem wäre es laut der Umweltorganisation ohne große Probleme möglich, auch weitere deutsche Kraftwerke schon in der Gegenwart für immer vom Netz zu nehmen. Die außer Betrieb genommen Energiemeiler könnten ohne Probleme oder Komplikationen durch die bereits bestehenden oder unmittelbar geplanten Erdgasanlagen und Windkraftwerke ersetzt werden.

Dabei könnte laut den Energieexperten teilweise sogar auf die Nutzung von Kohlekraftwerken verzichtet werden. Vor allem die älteren Kraftwerke dieser Art könnten zu Gunsten klimafreundlicher Energiegewinnungsanlagen still gelegt werden.

Blitz-Ausstieg aus Atomenergie umstritten

In der Fachwelt gelten die Ergebnisse der Untersuchung als umstritten. Kritiker stellen die Realisierbarkeit eines Blitz-Ausstiegs aus der Atomenergie in Frage. Zunächst müssen die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden, um eine lückenlose Versorgung der gesamten Bevölkerung mit Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewährleisten. Gegenwärtig importiert die Bundesrepublik Strom aus dem europäischen Ausland um die durch das Atom-Moratorium entstandene Versorgungslücke zu kompensierten.

Foto: Copyright Kurt F. Domnik / pixelio.de

 

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