Gaspreiserhöhung bei vielen Anbietern
Schlechte Nachrichten für die Verbraucher – die Gaspreise ziehen an. Viele Gasversorger nutzen das warme Wetter um die Gaspreise teilweise erheblich zu erhöhen. Um bis zu 18 Prozent könnten die Preise steigen, wodurch ein Durchschnittshaushalt mit bis zu 200 Euro jährlich mehr belastet werden könnte.
Ölpreisbindung sorgt für steigende Preise
Die nächste Hiobsbotschaft für die Verbraucher. Nachdem der Ölpreis sich in den letzten Wochen auf einem Höhenflug befunden hat, kommt nun der Schock beim Gas. Mitten in der warmen Jahreszeit werden die Preise von 28 Anbietern erhöht. Im Moment noch nicht wirklich schlimm kommt das böse Erwachen, wenn es wieder kälter wird und die Heizungen aufgedreht werden müssen.
Im Durchschnitt wollen die Gasanbieter ihre Preise um rund zehn Prozent erhöhen. Für einen durchschnittlichen Haushalt würde diese Preissteigerung eine Mehrbelastung von knapp 140 Euro bedeuten.
Grund für die teilweise drastischen Preisanstiege sind laut den Gaslieferanten vor allem die Konflikte in Nordafrika und im Nahen Osten. Die hierdurch ausgelöste Verteuerung des Ölpreises wirkt sich auch direkt auf das Preisniveau des Gases aus. Da der Gaspreis durch die Ölpreisbindung direkt an den Ölpreis gekoppelt ist, bedeuten die hohen Rohölpreise auch einen Anstieg beim Gas.
Die Ölpreisbindung ist eine brancheninterne Vereinbarung zwischen Produzenten und Importeuren. Damit trägt sie alle Merkmale eines Kartells. Obwohl sowohl Bundesgerichtshof als auch Bundesverfassungsgericht die Ölpreisbindung für teilweise unwirksam erklärt haben, orientieren sich die Gasanbieter immer noch daran.
Da der Gaspreis nach einer bestimmten Formel berechnet wird, ist es möglich, dass er steigt, obwohl der Ölpreis schon wieder sinkt. Der durchschnittliche Gaspreis wird für einen sechsmonatigen Referenzzeitraum berechnet, dann folgt ein einmonatiger Zeitversatz, bevor der neue Preis für drei Monate gültig ist.
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