Schiefergas als Brückentechnologie

Der Atomausstieg ist beschlossene Sache und sieben Kernkraftwerke sind bereits vom Netz gegangen. Da die erneuerbaren Energien aber noch nicht so weit sind den Strommangel komplett auszugleichen und auch erst 2050 die komplette Stromversorgung bewältigen sollen, müssen Lösungen für die Zwischenzeit gefunden werden. Erdgas ist die wahrscheinlichste Lösung, denn gegenüber Kohle hat es deutliche Vorteile.

Neue Lösungen für die Stromgewinnung

Bis spätestens 2022 sollen alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden, der Anteil der erneuerbaren Energien soll zu diesem Zeitpunkt circa 35 Prozent betragen. Es ergibt sich also eine Lücke, die durch fossile Brennstoffe geschlossen werden muss. Ein weiteres Problem ist, dass die Windenergie vor allem im Norden ausgebaut wird, die meisten alten Kernkraftwerke aber im Süden stehen. Hieraus ergibt sich für die südlichen Bundesländern ein Problem. Daher müssen für diese Regionen vorerst andere Lösungen gefunden werden. Neue Kohlekraftwerke sind hierbei keine Option, denn sie belasten mit ihrem CO2-Ausstoß das Klima zu stark.

Schiefergas ist eine interessante Alternative

Im Gegensatz zu Kohlekraftwerken haben Gaskraftwerke eine wesentlich bessere CO2-Bilanz. Da konventionelle Gasreserven aber nicht mehr ausreichen, müssen neue Fördermethoden genutzt werden. Schiefergas in unkonventionellen Lagerstätten bietet einen Lösungsansatz. Um dieses Gas zu gewinnen werden bestimmte Gesteinsarten wie zum Beispiel Schiefer-, Ton- oder Sandstein genutzt. Durch neuartige Bohrmethoden wird das Gestein aufgebrochen, wodurch Gas freigesetzt wird. Auch wenn die Förderung aufwendiger ist, als bei den konventionellen Methoden wird sie doch in Zukunft immer wichtiger werden. Durch steigende Nachfrage und neue Fördertechniken wird diese Art der Gasgewinnung auch schnell wesentlich rentabler werden.

Im Gegensatz zu konventionellem Gas stehen vom Schiefergas noch große Reserven zur Verfügung.

 

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