Die Bahn fährt mit Ökostrom

Die Deutsche Bahn ist der größte Stromverbraucher in Deutschland. 16 Terrawattstunden sind es, die das Unternehmen in jedem Jahr verbraucht. Damit benötigt die Bahn mehr als doppelt so viel Strom, wie das weltweit größte Chemieunternehmen BASF und genauso viel wie der Großraum Berlin. Bisher kamen rund 70 Prozent der benötigten Energie aus fossilen Brennstoffen und Kernenergie. Das soll sich nun ändern.

Ehrgeizige Ziele

Bis 2050 will die Bahn komplett CO2 frei unterwegs sein. Zurzeit ist dies noch nicht der Fall, denn obwohl die Bahn zu den ökologischsten Verkehrsträgern gehört, belastet sie dennoch das Klima. Mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms, wird im Moment noch von Kohle- und Gaskraftwerken produziert und belastet so die CO2 Bilanz. Auch die Nutzung der Atomkraft ist ein Problem. Im Energiemix der Bahn war der Atomstrom bisher ein wichtiger Teil. Darüber hinaus ist die Bahn auch am Kernkraftwerk Neckarwestheim 1 beteiligt, das inzwischen abgeschaltet wurde.

Strom aus Wasserkraft

Um auf den Atomausstieg zu reagieren und das Ziel zu erreichen bis 2050 komplett CO2 neutral zu fahren, hat die Bahn nun einen Vertrag mit dem Energieunternehmen RWE geschlossen. Hierdurch kann die Bahn jährlich 900 Millionen Kilowattstunden Ökostrom von RWE abnehmen. 2014 beginnt die Kooperation, die für 15 Jahre laufen wird. Bis 2020 sollen schon 35 Prozent des Strombedarfs von erneuerbaren Energieträgern bereitgestellt werden. Der Deal mit RWE ist schätzungsweise 1,3 Milliarden Euro wert, der Strom stammt aus 14 Wasserkraftwerken des Essener Energieunternehmens. Jeder dritte Zug kann damit ab 2014 mit Ökostrom fahren, ein erster Schritt hin zur klimafreundlichen, grünen Bahn.

 

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