Oettinger: Photovoltaik in Deutschland chancenlos?
Der EU-Energiekommisar Günter Oettinger sagt ganz offen, dass er der Photovoltaik als zukünftige Energiequelle in der Bundesrepublik nur wenig Chancen einräumt. In Deutschland fehlen seiner Ansicht nach einfach die Voraussetzungen, den Ausbau der Solarenergie erfolgreich zu betreiben und als preiswerte Stromquelle zu betreiben. Vielmehr sollte laut dem CDU-Politiker der Ausbau der erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene vorangetrieben werden.
Die Solarenergie habe in den kommenden Jahren in der Bundesrepublik kaum Chancen, als rentable Energiequelle zur Stromerzeugung zu dienen, da Deutschland innerhalb Europas nicht der besten Standort sei, um Energie aus der Sonne zu gewinnen. Ginge es nach Oettinger, dann sollte Förderung erneuerbarer Energien vielmehr zunehmend europaweit koordiniert werden. Schließlich gebe es zum Beispiel in südeuropäischen Ländern deutlich mehr Sonnenstunden – bei geringerem Kostenaufwand fiele hier der Nutzungsgrad deutlich höher aus als beispielsweise im Süden der Bundesrepublik. Im Zuge der Gespräche zur finanziellen Unterstützung Griechenlands soll deshalb in den kommenden Tagen auch ein Konzept erarbeitet werden, um die Photovoltaik in dem finanziell angeschlagenen Land zu fördern.
Solarstrom aus Griechenland
Oettinger hält Ökostromimporte aus Griechenland nach Deutschland für eine sinnvolle Idee, die für beide Länder Vorteile mit sich bringen könnte. In Griechenland bestünde ein enormes Potential für Solarenergie. Weiterhin seien die Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Tourismus und Abfallwirtschaft hoch anzusiedeln.
Europäische Kooperation angestrebt
Insgesamt schätzen viele Experten das Wachstumspotential der erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene hoch ein. Um auf europäischer Ebene energiepolitisch effizient zusammenarbeiten zu können, müsste ein Plan erarbeitet werden, der eine klimafreundliche Energieversorgung in der gesamten Europäischen Union gewährleistet.
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