Insel als Modellprojekt bei der intelligenten Stromversorgung
Pellworm ist nur eine kleine Insel im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Dennoch könnte die Gemeinde jetzt zum Vorbild für die ganze Republik werden, zumindest in Sachen Stromversorgung. Sie soll das Versuchslabor für die Nutzung eines intelligenten Stromnetzes werden, ein Konzept, dass im Erfolgsfall Vorbild für größere Flächen sein könnte.
Pellworm als Vorbild
Schon lange produziert Pellworm mehr Energie, als es selber benötigt. Sonnen- und Windenergie liefern jedes Jahr bis zu 22.000 Megawattstunden Strom. Die Insel nutzt die Möglichkeiten, die das Erneuerbare Energien Gesetz bietet geradezu ideal. Bereits 1983 entstanden die ersten Solaranlagen, viele weitere folgten und auch die vielen Windräder sind hier nicht zu übersehen. Daneben gibt es noch weitere Anlagen zur Energiegewinnung, so zum Beispiel eine Biogasanlage und ein Hybridkraftwerk. Doch trotz der großen Menge an produziertem Strom, von der die Insel nur gut ein Drittel selber nutzt, ist Pellworm nicht vom Festland unabhängig. Immer wieder muss Energie von außerhalb genutzt werde. Das liegt vor allem daran, dass durch Sonnen- und Windenergie nur unregelmäßig Energie generiert werden kann. Zu Spitzenzeiten wird ein großer Überschuss produziert, während in der Nacht und bei Windstille zu wenig Strom produziert werden kann. Dieses Ungleichgewicht soll nun ausgeglichen werden. Durch ein intelligentes Stromnetz soll es möglich werden, das Pellworm sich völlig autark vom Festland eigenständig mit Strom versorgt und darüber hinaus sogar noch etwas abgeben kann.
Smart Grid
Um dies zu ermöglichen, soll ein Strom-Managementsystem installiert werden, das Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch aufeinander abstimmen soll. Vor allem in die Speicher- und Kommunikationstechnik soll hierfür investiert werden. In einem kleinen Maßstab wird es so möglich, ein System auf seine Zukunftsfähigkeit zu testen und mögliche Schwachpunkte zu erkennen.
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