60-Watt-Glühlampe vor dem Aus

Am 1. September rückt das endgültige Ende der klassischen Glühlampen einen deutlichen Schritt näher. Ab dann tritt im Rahmen der EU-Verordnung das Verkaufsverbot für 60-Watt-Birnen in Kraft. Des Deutschen liebste Glühlampe darf ab dann nur noch als Restbestand verkauft werden, wie es zuvor bereits bei 100- und 75-Watt Glühbirnen der Fall gewesen ist. Während die Händler vor rund zwei Jahren noch massive Hamsterkäufe vermeldeten, ist die gegenwärtige Lage in den Lampenläden der Republik bislang eher ruhig.

Stromfresser sukzessive ausgemustert

Mit dem sukzessiven Verkaufsverbot klassischer Glühlampen will die Europäische Union den Lampenmarkt umweltfreundlicher gestalten und langsam den Weg zu effizienterer Beleuchtung ebnen. Herkömmliche Glühlampen gelten als Stromfresser, da sie nur fünf Prozent des benötigten Stroms in Licht umwandeln, während die restlichen 95 Prozent als Wärmeenergie ungenutzt verloren gehen und den CO2-Ausstoß in die Höhe treiben. Aus diesem Grund hat die Europäische Union im Jahr 2008 beschlossen, klassische Glühlampen schrittweise aus dem Handel zu nehmen und dadurch den Energieverbrauch und die CO2-Emission in allen Mitgliedsstaaten bis 2020 um 20 Prozent senken. So verschwanden im Jahr 2009 bereits die 100-Watt-Birnen aus den Regalen, ein Jahr später wurden alle 75-Watt-Glühlampen aus dem Handel genommen. Ab 1. September soll dann schließlich die 60-Watt-Birne laut Beschluss von Brüssel ausgemustert werden und nur noch als Restbestand verkauft werden.

Für so manchen Verbraucher könnte das diesjährige Glühlampenverbot einen schmerzlichen Verlust bedeuten. Schließlich gilt die 60-Watt-Leuchte mit einem Marktanteil von fast 50 Prozent als beliebtestes Modell unter den klassischen Glühlampen. Laut einer Umfrage im Auftrag eines großen Glühbirnenherstellers könnte es ab dem Verkaufsverbot des beliebten Leuchtmittels zu Hamsterkäufen kommen – jeder zehnte der befragten Verbraucher will Glühbirnen rechtzeitig auf Vorrat kaufen.

Bis zu 115 weniger Stromkosten durch Energiesparlampen

Bislang ist die Lage im Einzelhandel trotz des herannahenden Verglühens der 60-Watt-Lampe ruhig, Hamsterkäufe sind bislang ausgeblieben. Als wahrscheinlicher Grund hierfür ist die Tatsache, dass sich die Verbraucher allmählich an die umweltfreundlichen Alternativen zur Glühlampe gewöhnt haben. Energiesparlampen und LED-Leuchten verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie und weisen dabei eine bis zu sechs mal längere Lebensdauer auf. Vor allem LED-Leuchten – häufig als Beleuchtungsmittel der Zukunft angepriesen – erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Nicht einmal der mit 15 Euro recht hohe Anschaffungspreis hält die Verbraucher vom Umstieg auf LED-Lampen um. Da manche dieser modernen Leuchten bis zu 25 Jahre halten, während konventionelle Glühbirnen häufig bereits nach einem Jahr kaputt gehen, rechnet sich der hohe Anschaffungspreis. Nicht zuletzt macht sich der Umstieg auf effizientere Beleuchtung auch auf der Stromrechnung positiv bemerkbar: werden zehn konventionelle Glühbirnen durch moderne Leuchtmittel austauscht, spart das pro Jahr bis mehr als 115 Euro.

 

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