Österreich liefert Strom für den Winter
So nasskalt der Sommer in diesem Jahr schon war, so hart und unerbittlich wird sich in den kommenden Monaten vermutlich auch der Winter zeigen. Die österreichischen Energiekonzerne richten sich darauf bereits ein und wollen den deutschen Markt in diesem Jahr zusätzlich mit Strom versorgen. Zu den Verbrauchs-Spitzenzeiten sollen Reservekraftwerke im Nachbarland für einen gesicherten Stromnachschub sorgen.
Sicherheit für die Wintermonate
Die beiden größten Stromkonzerne Österreichs, die „Verbund AG“ und die „Energieversorgung Niederösterreich“ (EVN), sowie die Wiener Stadtwerke hielten für alle Eventualitäten zusätzliche Kraftwerks-Kapazitäten bereit, um das Nachbarland im Norden in den Wintermonaten mit Strom zu versorgen. Hierzulande drohen auch bedingt durch die Abschaltung der maroden Atommeiler Versorgungs-Engpässe. Hauptsächlich im Einzugsgebiet Wiens ständen gas- und ölbetriebene Kraftwerksblöcke, die im Falle eines besonders harten Winters den deutschen Mehrverbrauch abdecken könnten, bereit. Generiert würde dadurch eine Leistung von knapp 1100 Megawatt. Damit könnte man zum Beispiel die Strommenge auszugleichen die im letzten Jahr noch durch Atomkraft erzeugt wurde.
Auch gilt es zu beachten, dass in den besonders kalten Monaten ja auch nicht die gleiche Menge an regenerativer Energie erzeugt wird wie beispielsweise im Sommer und Herbst! Gerade die Solar- und Wasser-Energie nimmt im Winter stark ab. Durch die Kapazitäten aus Österreich schafft man jetzt schon die nötige Sicherheit. Die Stromnetze der beiden Nachbarländer sind ohnehin sehr eng miteinander verknüpft, was bei dieser Kooperation natürlich von großem Vorteil ist. In Österreich mahnen einige Branchenexperten und Zeitungen allerdings auch an, dass durch die enge Verknüpfung am Ende auch ein Versorgungsengpass für Österreich entstehen könnte. Dies gilt es, durch sorgfältige Planung zu vermeiden.
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