Steckdose integriert den online-Stromtarifrechner von TopTarif. Dessen Suchergebnisse und -darstellung wurden von der Stiftung Warentest jeweils mit „gut“ bewertet. Getestet wurde die zum Testzeitpunkt (09/2008) bereitgestellte Vergleichs-Technologie. Seither wurde der Tarifrechner weiter verbessert, um stets ein Höchstmaß an Preistransparenz zu gewährleisten. Die zusätzlich getestete TopTarif-Website wurde durch eigene Inhalte von Steckdose ersetzt. TopTarif wurde vom TÜV Saarland mit dem Zertifikat „Service Tested“, Note: „sehr gut“, ausgezeichnet (05/2010).

Ölpreisbindung, Gasschwemme und die Börsenpreise

Wertschöpfungskette bei Gas
Wertschöpfungskette bei Gas

Die Rede von einer Gasschwemme ist in aller Munde, doch Deutschland importiert aktuell noch etwa 85 Prozent des gesamten Gasbedarfs aus dem Ausland. Bisher wurden Verträge über die Lieferung von Gas vor allem in langfristigen Verträgen vereinbart und da die Förderung von herkömmlichen Gas oftmals in der Nähe von Erdölvorkommen vonstatten ging, einigte man sich bereits in frühen Zeiten der 60er Jahren auf eine Ölpreisbindung. Öl wird zusehends knapper und teurer, Erdgas hingegen immer mehr, weil neue Techniken die Förderung auch in bisher unerschlossenen Gebieten möglich machten. Trotzdem verlieren die alten Verträge dadurch nicht ihre Gültigkeit.

Herkömmliche Gasanbieter wie Eon Ruhrgas und RWE haben darum ein Nachsehen, wenn neue Anbieter im Zuge der Gasmarkt-Liberalisierung den Wettbewerb aufnehmen. Diese neuen Anbieter profitieren in erster Linie von den gesunkenen Börsenpreisen für Gas und können dementsprechend auch vergleichsweise günstigere Gastarife anbieten. Doch auch durch die schwankende Gaspreisentwicklung an der Börse macht sich diese nicht unmittelbar im Geldbeutel der Verbraucher bemerkbar. In der Regel wird auch über diesen Handel der Vorrat an Gas für einige Jahre im Voraus eingekauft und im kapazitätenstarken Gasnetz eingelagert. So kommen Gaspreisveränderungen auch in diesem Bereich mit einiger Zeit Verzögerung beim Kunden an, obschon die Verzögerung sich nicht mehr auf ganze Jahrzehnte belaufen wird. Experten und Gasanbieter in Deutschland sehen deshalb die traditionelle Ölpreisbindung als überholt an und sind sehr engagiert darin, die alten Verträge von damals neu zu verhandeln. So kündigte der ehemalige Hauptgaslieferant Russland zuletzt an, die Preise für Gaslieferungen nach Europa könnten nachverhandelt werden. Eine Einigung mit den deutschen Gasanbietern ist aktuell jedoch noch nicht in Sicht. Darum zeigen sich hier auch vermehrt Bestrebungen, welche die Unabhängigkeit vom russischen Gas durch den Ausbau neuer Pipelines vorantreiben wollen.

 

Zusammensetzung der Gaspreise

Doch nicht allein diese Verträge oder andere Markteinflüsse bestimmen den Gaspreis. Will man die Änderungen bei Gaspreissenkungen oder Preiserhöhungen verstehen, dann lohnt sich immer auch ein Blick auf die Zusammensetzung der Gaspreise. 35 Prozent des gezahlten Gaspreises fließt zurück in die Unternehmenskassen der Gasproduzenten, egal ob die nun in Russland, den Niederlanden oder in Norwegen ansässig sind. Auf diesen Prozentsatz beziffern sich die Importkosten für Gas. Transport, Verteilung und Vertrieb fließen ebenfalls als anteilige Kosten in den Gaspreis mit ein, sodass 2010 insgesamt 70 Prozent an Versorger und Netzbetreiber flossen. Weitere 30 Prozent des Gaspreises bestimmen steuerliche Abgaben, die mit den Jahren immer weiter angestiegen sind. Auch der Ölpreis steigt weiterhin und macht den Gaspreis für den Verbraucher teuer, obschon das Gas in ausreichenden Mengen verfügbar ist.

Gaspreissenkung? Gaspreisvergleich!

Wollen Sie als Verbraucher also regelmäßig von den aktuellsten Gaspreissenkungen profitieren und Geld sparen, ist es ratsam stetig online einen Gaspreisvergleich vorzunehmen. Der Vergleich zeigt auf einen Klick an, welcher Tarif die Gaspreissenkungen bereits eingeschlossen hat und welcher Gasanbieter die Preise erhöhen musste.