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Der Gaspreis ist ein Marktpreis, das heißt, er orientiert sich an den Preisen anderer Energieträger, zu denen er in Konkurrenz steht. Bezüglich der Stromerzeugung ist das beispielsweise die Steinkohle, bezüglich des Wärmemarktes ist es überwiegend das Heizöl.
Doch es gibt auch regionale Unterschiede. Die Gaspreise für Haushalte unterscheiden sich teilweise um bis zu 30 Prozent.
Insgesamt ist jedoch zu beobachten, dass die Preise seit Herbst 1997 um circa 70 Prozent gestiegen sind.
Bis
zum Frühjahr 2000 zahlte man durchschnittlich für eine Leistung von
33.540 Kilowattstunden 1000 Euro. Bis auf eine Preissenkung Im Jahr 2002
stieg der Preis konstant und derzeit bezahlt man für 33.540
Kilowattstunden fast 1700 Euro.
Die Beschaffungskosten für Erdgas
sind in der letzten Zeit erheblich gestiegen, sie sind zum Januar 2006
im Vergleich zu den Jahren davor um etwa 40 Prozent teurer geworden. Seit dem Jahr 2009 ist jedoch eine leichte Erholung der Gaspreise festzustellen und so lässt sich die Preisentwicklung aus dem Jahr 2010 als sehr uneinheitlich betiteln. Während Grundversorger meist aufgrund weiterer Preiserhöhungen kaum mehr kunkurrenzfähig scheinen, wenn man die Preise vergleicht, treten neue Gasanbieter mit deutlich geringeren Preisen in den Wettbewerb.
Zahlreiche Gasversorger hatten nun erneut einen Anstieg der Gaspreise angekündigt, doch die Preiserhöhungen fallen deutlich höher aus als die Anstiege der Beschaffungskosten. Deshalb hat sich das Kartellamt eingeschaltet und will nun die angekündigten Preiserhöhungen prüfen und sich von den Gasversorgern offen legen lassen, wie sie den Anstieg begründen.
Doch
es gibt keine Preisaufsichtsbehörde auf dem Gasmarkt, im Gegensatz zum
Strommarkt. Das Kartellamt befürchtet jedoch, dass die Gasversorger ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchen und die Preise unnötig in die
Höhe ziehen. Die Tendenz der Preisentwicklung für 2011 zeigt wiederum eine Erhöhung nach oben an und über die Gaspreisentwicklung bis 2012 lässt sich derzeit nur spekulieren, weil viele Projekte wie der Ausbau neuer Kraftwerke, die geplanten Pipe-Lines oder heiß erwartete Effizienzverbesserungen bisher nur in der Prognose zu bewerten sind. Will man bei der Preisentwicklung als Verbraucher auf dem neusten Stand bleiben, gilt es regelmäßig die Gaspreise zu vergleichen und den Gasanbieter zu wechseln.
Die Hochrechnungen für das Jahr 2020 zeigen, dass
fast 32 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland durch Erdgas
gedeckt werden und Erdgas somit den zweitwichtigsten Energieträger
darstellen wird.