Entry-exit-modell

Das Entry-Exit-Modell ist ein zur Vergütung von Energietransportleistungen dienendes Abrechnungssystem. Dieses Abrechnungssystem ist nach wie vor im Gespräch und soll am Gasmarkt eingeführt werden.
Es sieht vor, dass Einspeisung und Entnahme von Gas zeitlich und sachlich unabhängig voneinander vonstatten gehen können. Indem beispielsweise ein Gaslieferant an einem beliebigen Punkt am Netz Gas einspeist (Entry) und er dafür eine lokale Einspeisegebühr entrichtet, soll es künftig möglich werden, dass alle anderen Gasanbieter dieses Gas unabhängig vom Ort aus dem Gasnetz beziehen können (Exit).

Angenommen, ein Anbieter aus Norddeutschland will günstiges Gas aus Süddeutschland beziehen, so müsste er diverse separate Netzverträge mit den einzelnen dazwischen liegenden Netzbetreibern abschließen, damit der Transport gewährleistet wäre. Aufgrund des hohen Aufwandes und der dabei anfallenden Kosten war ein solche Transaktion nicht lukrativ, weshalb eine Wettbewerbssituation trotz der Öffnung des Gasmarktes 1998 bisher nicht so recht zustande kam.