Geschichte der Wasserkraft
Wasserkraftwerke, zumindest in kleinem Stil gibt es schon seit vielen Jahrhunderten.
Der technische Vorgänger war die Wassermühle, die die Bewegungskraft des Wassers zu Mahlvorgängen oder anderen mechanischen Bewegungsabläufen nutzte.
Bis ins 20. Jahrhundert waren in Deutschland eine große Anzahl von Wasserrädern und Wasserturbinen noch aktiv.
Vorteile der Wasserkraft
Die Vorteile der Nutzung der Wasserkraft liegen auf der Hand. Wasser zählt zu den erneuerbaren Energien. Bei der Energiegewinnung entsteht keine Emission von Treibhausgasen oder Methan.
Gleichzeitig kann das Anlegen von Stauseen zur Flussregulierung und zum Hochwasserschutz eingesetzt werden, und so die Schiffbarkeit von Flüssen verbessert werden.
In wasserarmen Zeiten steht unter Umständen ein großes Wasserreservoir zur Bewässerung zur Verfügung.
Wasserkraft in Deutschland
In Deutschland spielt die Energiegewinnung aus Wasserkraft nur eine untergeordnete Rolle.
In globalem Zusammenhang sieht das jedoch ganz anders aus: 16 Prozent des weltweiten Energiebedarfes werden aus Wasserkraft gedeckt.
Vor allem große Staudammprojekte in Südafrika, China oder der Türkei produzieren große Mengen des Energiebedarfes.
Wasserkraft in Deutschland
In Deutschland werden nur vier bis fünf Prozent des Energiebedarfes durch Kraftwerke an Stauseen abgedeckt.
Die Leistung dieser Kraftwerke ist jedoch schwankend, da sie von der Niederschlagsmenge und dem Wasserstand der Flüsse abhängig ist.
Wasserkraft in Amerika
Führend ist hier Mittelamerika und Südamerika.
An erster Stelle steht hier Brasilien. Das Land hat einen ungeheuer großen Energiebedarf und deckt ihn zu fast 90 Prozent aus Wasserkraft.
Kritik an der Wasserkraft
Die Energiegewinnung aus Wasserkraft ist eine umstrittene Angelegenheit.
Obwohl schadstoffarm Energie gewonnen werden kann, sehen doch Umweltschützer durch den Bau von großen Staugebieten eine Bedrohung für wichtige Ökosysteme. Der Verbrauch der Landschaft beim Anlegen von Wasserkraftwerken, vor allem beim Stauseebau ist enorm hoch.
Eine Überstauung kann viele negative Folgen nach sich ziehen:
- Ökologische Beeinträchtigung von Natur und Landschaft
- Umsiedelungen von Menschen
- Zerstörung von Kulturgütern
Das Risiko eines Dammbruches birgt ein großes Katastrophenpotential.