Strom Preisvergleich
Auch im letzten Jahr wurden die Strompreise wieder angezogen und angesichts der Diskussionen um ökologische Stromerzeugung und Atomkraftwerke, die ja aber nur so günstigen Strom produzieren, weil sie bisher so hoch subventioniert wurden, wird sich daran auch so bald nichts ändern. Im Gegenteil. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Bürger verbrauchen immer mehr Energie, obwohl der Trend glücklicherweise zu energiesparenden Geräten geht. Doch wie soll das alles bezahlt werden?
Strompreisvergleich online
Auch in Zeiten erhöhter Strompreise lässt sich sparen, und zwar mit einem Strompreisvergleich. Denn bei der Anbietervielfalt, die es auf dem Stromsektor mittlerweile gibt, sind die Preisdifferenzen zum Teil erheblich. Das war früher zu Zeiten der Monopolisierung anders und es hat trotz Privatisierung einige Jahre gedauert, bis sich immer mehr Anbieter auf dem Strommarkt gefunden haben. Heute sind viele Stromanbieter bundesweit verfügbar, so dass z.B. ein Haushalt in Niedersachsen bei einem günstigen Stromanbieter aus Rheinland Pfalz beliefert werden kann, sofern sie das denn wollen. Strom hat beispielsweise im Gegensatz zu Lebensmitteln, die man aus vielerlei Gründen lieber aus der eigenen Region kaufen sollte, weder Qualitätseinbußen noch Transportkosten, so dass es egal ist, wo man seinen Strom, der zu Hause aus der Steckdose kommt, abrechnen lässt.
Stromrechner sind für einen Strompreisvergleich ein sehr gutes Hilfsmittel, da man hier mit wenigen Mausklicks alle für die eigene Region relevanten Anbieter angezeigt bekommt. Natürlich kann man eine Vorauswahl treffen und sich beispielsweise nur Ökostromanbieter oder nur Anbieter mit Preisgarantie anzeigen lassen, einiges kann man so je nach eigenem Interesse filtern. Auf diese Weise erhält man eine Liste mit den jeweiligen Strompreisen der Energieversorger und kann nun den günstigsten auswählen. Beachten sollte man in jedem Fall die Vertragsdetails, die über jeden Stromrechner einsehbar sind, sprich Laufzeiten, Zahlungsmodalitäten, Kündigungsfristen und natürlich auch die Stromzusammensetzung.
Wie setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen?
Natürlich wollen wir alle möglichst wenig für unseren Strom zahlen und deshalb mithilfe eines Strompreisvergleichs den günstigsten Stromanbieter finden. Doch warum sind manche günstiger als andere und aus welchen Komponenten setzt sich der Strompreis eigentlich zusammen? Die Bestandteile des Strompreises sind der Energiepreis – welcher der eigentliche Strompreis ist, für den die Händler an der Strombörse einkaufen -, die Konzessionsabgabe, die Nutzungsentgelte für das Stromnetz, die Stromsteuer, Mehrwertsteuer sowie KWKG- und EEG-Aufschlag. Den größten Anteil an der Gesamtrechnung tragen Netzgebühr und Energiepreis mit etwa 60 Prozent. Konzessionsabgaben können beispielsweise Entgelte sein, die von den privaten Energieversorgungsunternehmen an öffentliche Körperschaften zahlen müssen, dafür dass sie öffentliche Wege und anderes nutzen, um den Verbraucher mit Strom zu versorgen.
Die Netzgebühr wird von den Netzinhabern festgelegt und von der Bundesnetzagentur geprüft, ob sie auch verhältnismäßig ist. Sie dient im Grunde dazu, den weiteren Ausbau der Stromnetz zu finanzieren, als auch das bestehende Netz zu warten und in Stand zu halten. Bemängelt wird seit Jahren, dass die vier großen Netzinhaber Absprachen untereinander festlegen würden um so die Netzgebühren möglichst hoch zu halten. Aus diesem Grund müssen und wollen einige Netzinhaber ihre Anteile nun verkaufen, unklar ist aber, ob der Bund sie aufkauft und sie damit wieder staatliches Gut werden, oder ob sich doch jemand anders findet, der ein besseres Angebot macht. Die Aufschläge für KWKG (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) und das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) hingegen dienen tatsächlich zum Ausbau von ökologisch produzierter Energie.
Man sieht also, der Strompreis ist ein komplexes Gebilde aus unterschiedlichen Komponenten, die letzten Endes alle mehr oder weniger Einfluss auf die Preisgestaltung der Energieversorger nehmen. Die günstigen Stromanbieter geben einen günstig an der Strombörse ausgehandelten Energiepreis in der Regel gut an die Verbraucher weiter, während andere einen Mittelwert weitergeben, der dafür aber über lange Zeit stabil bleibt, denn auch an der Strombörse können die Preise stark schwanken. Somit ist bei einem Strompreisvergleich günstig zwar gut, aber man sollte entweder auf eine Strompreisgarantie über einen gewissen Zeitraum Wert legen, oder aber wirklich alle halbe Jahr einen Vergleich machen, um immer zum günstigsten Anbieter zu wechseln. Da diese alle Formalitäten übernehmen, beansprucht das gar nicht so viel Arbeit, Zeit und Mühe, wie mancher vielleicht denken mag.