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Noch decken wir unseren Energiebedarf fast zu 90 Prozent aus nicht-regenerativen Quellen: zur Energiegewinnung verbrennen wir fossile Brennstoffe und beziehen Strom aus Kernspaltungsprozessen. Doch die katastrophalen Folgen des Verbrauchs nicht-regenerativer Energieressourcen für die Umwelt zwingen den Menschen zum Umdenken. Zunehmend wächst die Bedeutung alternativer Energiequellen, mit denen nachhaltig und ressourcenschonend Strom produziert werden kann.
Als erneuerbare Energien, auch alternative Energien, bezeichnet man die Energie, die aus solchen Rohstoffen gewonnen wird, die sich entweder innerhalb von kurzer Zeit von selbst erneuern oder deren Ressourcen nicht erschöpft werden können, da sie nachhaltig zur Verfügung stehen. Zu den nachwachsenden beziehungsweise erneuerbaren Energien gehören vor allem die Solarenergie, die Wind- und Wasserkraft, die Geothermie sowie die Umwandlung von Biomasse in Energie.
Die Solarwärme und Photovoltaik spielen als alternative Energiequellen in Deutschland eine wichtige Rolle, denn die Sonne ist eine unerschöpfliche Energiequelle. In so genannten Photovoltaikanlagen werden die Sonnenstrahlen in elektrische Energie umgewandelt. Zirka 860.000 solcher Anlagen tragen derzeit zur Stromversorgung in Deutschland bei - Tendenz steigend.
Der Windenergie kommt in Deutschland eine bedeutende Rolle zu - knapp sieben Prozent des Energiebedarfs in der Bundesrepublik werden gegenwärtig bereits durch Strom aus Windkraftanlagen abgedeckt. Ob im Binnenland, in Gebirgen oder an der Küste - überall sieht man große Anlagen von Windrädern, die Strom produzieren. Vor den Küsten von Nord- und Ostsee entstehen immer mehr Offshore-Windparks, die Strom produzieren, ohne Mensch und Tier zu stören und ohne die Umwelt zu schädigen.
Wasserkraft hat als alternative Energie bereits eine lange Tradition und wird seit mehr als 100 Jahren zur Gewinnung von Strom genutzt. Gegenüber anderen regenerativen Energiequellen hat Wasserkraft einige entscheidende Vorteile. Sie sind umweltschonend und planbar. Denn im Gegensatz zu Wind und Sonne ist Wasser immer abrufbar und kann zur Energiegewinnung genutzt werden. Weltweit ist die Wasserkraft deshalb mit einem Anteil von 80 Prozent die bedeutendste regenerative Energiequelle. In Deutschland hat Wasserkraft derzeit hingegen lediglich einen Anteil von drei Prozent an der Energiegewinnung.