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Die Wärmegewinnung und Energiegewinnung aus Holz war bis vor wenigen Jahrzehnten die Hauptenergiequelle der Menschen. Durch Holz entstand behagliche Wärme und es wurde auf Holzfeuern gekocht.
Angesichts der Knappheit der fossilen Brennstoffe und der Ökostrom-Bewegung ist der Energieträger Holz wieder stark im Aufwind.
Das Umweltbundesamt belegte, dass der heimische Rohstoff Holz bei der Verbrennung in Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz und zum Erhalt fossiler Rohstoffe leisten kann.
In deutschen Wäldern wird derzeit wesentlich weniger Holz geschlagen als nachwächst. Besonders Waldrestholz ist ein bislang weitgehend ungenutzter Rohstoff. Unsere Wälder leiden also nicht am Raubbau, wohl aber an riesigen Mengen von totem Holz.
Die Beseitigung wäre so teuer und aufwändig, so dass die Forstwirte es lieber im Wald verrotten lassen. Bei diesem Vorgang setzt das Holz die gleiche Menge an CO2 frei, die es während des Wachstums gebunden hat.
Das liegt daran, dass Holz bei der Verbrennung nur so viel klimaschädliches Kohlendioxid freisetzt, wie während des Wachstums des Baumes der Atmosphäre entzogen wurde.
Würde man stattdessen das Holz aus dem Wald holen und thermisch verwerten, würde es zwar die gleiche Menge an CO2 abgeben, aber zusätzlich noch Wärme und Strom erzeugen.
Die in Deutschlands Wäldern jährlich anfallende Holzmenge, welche für eine thermische Verwertung in Frage käme, beläuft sich auf ungefähr drei Millionen Tonnen.
Neben diesem Holz fallen jährlich fast zehn Millionen Tonnen Grünabfälle an. Dazu zählen kleinere Äste, Zweige und Blätter aus Gärten, Landschaftsbau, Autobahnbegrünung, Parkanlagen und Friedhöfen.
Als weiterer, energetisch hochwertiger Brennstoff kommt Altholz in Betracht. Darunter sind zu verstehen:
Dieses Holz ist größtenteils mit Imprägnierung behandelt. Es wird im Moment vor allem auf Deponien gebracht. Bei der Verrottung werden giftige Schadstoffe ausgespült und energiereiche und umweltschädliche Gase abgegeben.
Durch die Verbrennung heimischen Holzes könnten pro Jahr ungefähr drei Milliarden Liter Heizöl gespart werden.
Kommunale Heizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung und die Vergasung von Holz können dabei einen wertvollen Beitrag zur Senkung der Umweltbelastung leisten.
In einem Holzkraftwerk kann neben Frischholz und Grünschnitt auch Altholz verbrannt werden.
Aus technischen Gründen ist die Länge der zu verbrennenden Holzstücke auf 30 cm begrenzt. Das Holz wird mit großen Brechern zerkleinert, von Fremdstoffen gereinigt und dem Verbrennungsrost der Anlage zugeführt.
Bis zu 15 Tonnen Brenngut werden der Anlage pro Stunde zugeführt.
Die entstehenden Rauchgase werden in Kessel geleitet, wo sie Dampf erzeugen. Dieser Dampf wird an die Turbinen zur Stromerzeugung weitergeleitet.
Die Zugabe von Harnstoff verhindert die Bildung von Stickoxiden.
Anschließend werden die Rauchgase in der Rauchgasreinigungsanlage von Giftstoffen und Staubpartikeln befreit. Die Abgase werden abgekühlt und durch einen 50 Meter hohen Kamin und mit einer Temperatur von 140° Celsius an die Luft abgegeben.