Solarenergie

Solarenergie bedeutet, die Energie der Sonne in Elektrizität umzuwandeln. Dafür werden Photovoltaikanlagen verwendet, die mit der Hilfe von Modulen aus Solarzellen Strom gewinnen können. Es handelst sich somit um eine weitere umweltfreundliche Form der Ökostrom-Gewinnung.

 

Fakten zur Solarenergie

Durch den Treibhauseffekt, das Waldsterben und die Klimabedrohung ist es an der Zeit, erneuerbare Energiequellen zu finden und zu fördern, um unseren Planeten und das Leben auf ihm nicht weiter zu gefährden.

Es muss eine dauerhafte und allgemeine Verfügbarkeit von Energieressourcen geschaffen werden, wie sie zum Beispiel geliefert wird von

 

Die Nutzung dieser Ressourcen bedeutet somit gleichzeitig eine begrenzte negative Auswirkung auf unsere Umwelt. Die Nutzung der Sonnenenergie stellt dabei sicher, dass der steigende Energiebedarf ohne gefährliche Nebenwirkungen gedeckt werden kann.

Die Markteinführung und Weiterentwicklung der Solartechnik ist somit neben der Energieeinsparung einer der dringendsten Aufgaben.

Kosten und Vorteile der Solarenergie

Die Möglichkeiten um erneuerbare Energien zu nutzen sind bereits vorhanden, teilweise werden diese auch durch Zuschüsse bereits gefördert.

Preise der Solarthermischen Anlagen

Solarthermische Anlagen sind in den letzten Jahren wesentlich günstiger geworden und zur gleichen Zeit in ihrer Leistungsfähigkeit besser geworden.
Wenn man sich für den Einbau einer solarthermischen Anlage in ein Einfamilienhaus entscheidet, muss man mit Kosten, einschließlich der anfallenden Mehrwertsteuer und der Monatagekosten, in Höhe von etwa 5.000 Euro rechnen.
Die dazu gewährten staatlichen Fördermittel betragen etwa 625 Euro, die entsprechend von den anfallenden Kosten noch abgezogen werden müssen.

Ersparnisse mit Solarenergie

Des Weiteren lassen sich durch die Nutzung von Solarenergie Stromkosten sparen. Hier kann im Endeffekt alleine im ersten Jahr trotz Einbau und Kosten der neuen Anlage mit einem Überschuss von etwa 245 Euro gerechnet werden.

Beitrag zum Umweltschutz

Durch den Einbau einer Solaranlage leistet jeder Besitzer einen aktiven Beitrag zur Schonung unserer natürlichen Energiereserven, und trägt dazu noch zum Klimaschutz durch die Verringerung der CO2-Emission bei.
Durch den Einbau von thermischen Solaranlagen wird alleine in Deutschland jedes Jahr eine CO2-Emission von 800.000 t vermieden, weil durch die Nutzung der alternativen Energien entsprechend etwa 200 Millionen Liter Heizöl eingespart werden.

Passive Nutzung der Solarenergie

Neben der aktiven Nutzung von Solarenergie gibt es noch die Möglichkeit der passiven Nutzung.
Um dies möglich zu machen, müssen jedoch ein paar Anforderungen beachtet werden.

Für die Nutzung in einem Gebäude muss dies eine kompakte Bauform aufweisen. Denn je größer die Oberfläche des Hauses im Vergleich zu seinem Volumen ist, desto größer sind auch die Wärmeverluste.
Wird eine kompakte Bauweise gewählt, lassen sich so auch die Heizkosten senken.

Für eine optimale Ausnutzung der passiven Sonnenenergie sollte eine optimale Ausrichtung der Räume vorliegen.
Normalerweise ist es so, dass es in jedem Haus Zimmer gibt, die wärmer oder kühler sein sollen.
So möchte man in den meisten Fällen ein warmes Wohnzimmer haben, aber kein überheiztes Schlafzimmer. Die Küche ist in der Regel allein durch ihre Benutzung meistens warm genug.
Nach Möglichkeit sollten die Räume mit dem höchsten Heizbedarf nach Süden ausgerichtet sein und die Räume, die wenig oder kaum Wärmebedarf benötigen, in Richtung Norden. So spart man auf jeden Fall Heizkosten.

Arbeitsplätze in der Solarenergie

Die Schaffung von neuen Energien hat bereits 24.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, derzeit arbeiten etwa 214.000 Menschen im Bereich der Solarenergie.

 

Geschichte der Solarenergie

Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Wechselwirkung zwischen Licht und Elektronen bekannt.
1907 wurde dieser Zusammenhang von Albert Einstein auch theoretisch beschrieben.

Im Jahr 1883 wurde von dem amerikanischen Erfinder Charles Fritts eine Selen-Fotozelle mit einem Wirkungsgrad von ein bis zwei Prozent hergestellt.
1954 wurde in den Bell Telephone Laboratoires eine Zelle auf Silizium-Basis entwickelt. Diese Entwicklung kann als Grundlage der Photovoltaik-Technik angesehen werden.

 

Anwendungsfelder der Solarenergie

Ganz besonders in der Raumfahrt wurden leichte, autarke und langlebige Stromquellen benötigt.
Zunächst wurden Solarzellen für die Energieversorgung von Satelliten eingesetzt, die Technologie ständig weiter entwickelt.

Solarmodule stellen heute einen nicht mehr weg zu denkenden Teil der Raumfahrttechnologien dar.

Kosten der Solarzellen

Die Kosten für Solarzellen wurden durch ständige Fortschritte in der Halbleitertechnologie immer weiter reduziert.
Schließlich wurden in den 80er Jahren Solarzellen auch für viele Anwendungen auf der Erde attraktiv.

Die Technik war geradezu ideal um die autarke Versorgung durch Ökostrom für kleine Energieverbraucher, die keinen Zugang zum Stromnetz hatten, zu sichern. So war zum Beispiel eine der ersten Anwendungen die Stromversorgung von Signalanlagen auf Ölplattformen oder von Navigationslichtern der Küstenwache.

 

Förderprogramme der Bundesregierung

Zur Verbreitung dieser Technologie stellte die Bundesregierung Förderprogramme für Forschung, Entwicklung und Markteinführung neuer Solarzellentypen bereit.

Das 1000-Dächer-Programm in den 90er Jahren und später das 100.000-Dächerprogramm trugen zu einer großen Verbreitung von Photovoltaikanlagen bei.

Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das seit April 2000 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtet den ins Netz eingespeisten Strom aus Photovoltaikanlagen abzunehmen und zu einem festen Preis zu vergüten. Dieses Gesetz ist die Grundlage zu einer optimalen Finanzierung, auch für Privatbetreiber der Photovoltaikanlagen.

Die Gesamtleistung des Stroms aus Photovoltaikanlagen betrug 2006 in Deutschland 1,5 Gigawatt.