Steckdose integriert den online-Stromtarifrechner von TopTarif. Dessen Suchergebnisse und -darstellung wurden von der Stiftung Warentest jeweils mit „gut“ bewertet. Getestet wurde die zum Testzeitpunkt (09/2008) bereitgestellte Vergleichs-Technologie. Seither wurde der Tarifrechner weiter verbessert, um stets ein Höchstmaß an Preistransparenz zu gewährleisten. Die zusätzlich getestete TopTarif-Website wurde durch eigene Inhalte von Steckdose ersetzt. TopTarif wurde vom TÜV Saarland mit dem Zertifikat „Service Tested“, Note: „sehr gut“, ausgezeichnet (05/2010).

Strompreisentwicklung

Im Jahr 1999 wurde der Strommarkt in der Bundesrepublik Deutschland liberalisiert. Das Ziel der Liberalisierung bestand vor allem darin, mehr Wettbewerb unter den verschiedenen Versorgungsunternehmen zu schaffen und auf diese Weise günstigere Stromtarife für die Verbraucher zu erreichen. Doch haben sich die Strompreise seit der Liberalisierung für die deutschen Verbraucher wirklich zum Positiven entwickelt? Aus objektiver Sicht der Stromkunden sind die Energiepreise eher gestiegen als gefallen. Dies kann aus heutiger Perspektive daran liegen, dass die Kosten für Strom in den Jahren 2009 und 2010 gestiegen sind. Doch wie sieht es mit der Zeit davor aus?

Strompreisentwicklung seit 2000

Betrachtet man den durchschnittlichen Strompreis deutscher Haushalte im Jahr 2000, so zeigt sich, dass die Preise im Zuge der Liberalisierung des Strommarktes im ersten Jahr nach dessen Realisierung tatsächlich um mehr als sechs Prozent zurückgegangen waren. In den darauf folgenden Jahren sind die Energiepreise jedoch zwischen 2001 und 2007 konstant um einige Prozentpunkte angestiegen. Im Jahr 2008 gab es dann jedoch einen starken Einbruch der Preise, welcher auf die erhebliche Preiskorrektur der deutschen Stromanbieter zurückzuführen ist. Doch über die im Vergleich zu den vorherigen Jahren recht niedrigen Strompreise konnten sich die deutschen Verbraucher nicht lange freuen. Bereits im Jahr darauf stieg der Durchschnittspreis für Energie um mehr als sieben Prozent an. 2010 lag der Strombruttopreis eines Drei-Personen-Haushaltes mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 kWh bei 0,2369. Und auch in 2011 haben viele Versorger ihre Preise für Strom weiter erhöht, sodass der Bruttopreis aktuell bei 0,2495 liegt. Dabei haben die Stromversorger eine deutlich überhöhte EEG-Umlage an die Verbraucher weitergegeben, wodurch das Preisniveau außerordentlich stark anstieg. Gemäß des Umlageverfahrens wird eine Verrechnung der zuviel gezahlten Beiträge erst 2013 erfolgen. Der Blick auf die Strompreisentwicklung zeigt also, dass die Liberalisierung des Energiemarktes den Verbrauchern in Deutschland über einen längeren Zeitraum keine Ersparnis gebracht hat. Dennoch ist es ungewiss, wie sich die Strompreise in der Bundesrepublik weiter entwickelt hätten, wenn die Monopolstellung der großen deutschen Energiekonzerne erhalten geblieben wäre.

Deutschland im europäischen Vergleich

Im Jahr 2008 belief sich der durchschnittliche Nettostrompreis in der EU auf 0,1211 Euro pro Kilowattstunde. Zu dieser Zeit lag Deutschland in Hinblick auf den Strompreis leicht oberhalb des Durchschnitts im oberen Mittelfeld. In den Jahren darauf hat sich das Bild gewandelt. Denn in den Jahren 2009 bis 2011 hat es in der Bundesrepublik zahlreiche Preiserhöhungen gegeben. In dem meisten anderen europäischen Ländern ist der Strompreis hingegen nicht derartig angestiegen. Gegenwärtig zählt Deutschland in hinsichtlich der Strompreise zu den teuersten Ländern innerhalb der EU und liegt weit über dem EU-Durchschnitt. Grund hierfür ist unter anderem auch die Zusammensetzung der Strompreise. In Deutschland liegt der Anteil der Steuern am Strompreis bei 45,4 Prozent, im EU-weiten Durchschnitt hingegen nur bei 26 Prozent.