Wasserkraftwerk

Bild des ersten Wasserkraftwerks in München aus dem Jahre 1893
© Siemens Pressebild

Ein Wasserkraftwerk ist ein Elektrizitätswerk. Es wandelt die mechanische Energie des Wassers in Ökostrom um. Die Wasserkraft wird so nutzbar gemacht.
Um diese Energie nutzbar zu machen, wird in einer Stauanlage Wasser in möglichst großer Höhe aufgestaut. Das Wasser fließt in ein sehr viel niedriger liegendes Becken ab. Die Energie dieser Bewegung treibt eine Wasserturbine oder ein Wasserrad an. Die Drehbewegung wird an die Welle eines Generators weitergeleitet und der Generator wandelt mechanische Energie in Elektrizität um.

 

Leistung eines Wasserkraftwerks

Die Leistung eines Wasserkraftwerkes ist von vielen Faktoren abhängig. Neben den technischen Bedingungen der Turbine, des Generators und des Transformators bestimmen vor allem die Fallhöhe und das Maß des Wasserdurchflusses die entstehende Leistung.

Wasserkraftwerke haben einen sehr hohen Wirkungsgrad. Bis zu 90 Prozent der nutzbaren Wasserkraft kann in Strom umgewandelt werden.

 

Arten der Wasserkraftwerke

Es gibt verschiedene Arten von Wasserkraftwerken.

Laufkraftwerk

So wird bei einem Laufkraftwerk ein Fluss gestaut und mit dem abfließenden Wasser elektrischer Strom erzeugt.

Speicherkraftwerk

In einem Speicherkraftwerk wird über einen bestimmten Zeitraum Wasser gespeichert um bei erhöhtem Energiebedarf schnell elektrischen Strom zur Verfügung zu stellen.

Pumpspeicherkraftwerk

Eine Besonderheit des Speicherkraftwerkes ist das Pumpspeicherkraftwerk. Ist ein Stromüberschuss vorhanden wird Wasser aus einer niedrigen Lage in die höher gelegene Staulage gepumpt. Es kann dann jederzeit dazu verwendet werden Spitzenstrom zu erzeugen.

 

Wasserkraft international

International werden fast 18 Prozent der elektrischen Energie mit Wasserkraftwerken produziert. Spitzenreiter ist hier Norwegen. Das Land deckt fast seinen gesamten Energiebedarf über die Wasserkraft.
Auch Brasilien liegt mit rund 80 Prozent Bedarfsdeckung an der Spitze.
In Deutschland ist die Deckung durch Wasserkraft relativ niedrig. Sie liegt bei rund 5 Prozent.
Wasserkraftwerke sind von geografischen Bedingungen abhängig. Sie werden vor allem in Mittel- und Hochgebirgen, aber auch an großen Flüssen errichtet. So haben einige Länder einen Standortvorteil.