Thermikkraftwerk
Ein Thermikkraftwerk hat eine recht simple Funktionsweise.
Funktionsweise des Thermikkraftwerks
Es wird die Sonnenkraft genutzt, das heißt die Sonne scheint durch einen Kolektor durch und heizt den Boden und die Luft unter dem Kollektor wie in einem Treibhaus auf.
Kollektor
Der Kollektor kann ein großes Glasdach oder auch ein lichtdurchlässiges Kunststoffdach sein.
Thermik
Die erwärmte Luft steigt nach den Gesetzen der Chemie nach oben und strömt unter dem Glasdach zu einem Kamin in der Mitte der Anlage.
Somit wird eine Thermik beziehungsweise ein Aufwind produziert, die mittels Turbinen die warme Luft in elektrischen Strom umwandelt.
Turbinen in einem Thermikkraftwerk
Es gibt zwei Arten von Turbinen, die unterschiedlich eingesetzt werden können:
- Horizontalachsenturbinen
- Vertikalachsenturbine
Die Horizontalachsenturbinen befinden sich ringförmig am Fuße des Kamins, das heißt an der Übergangsstelle vom Kollektor zum Kamin auf dem Boden.
Die Vertikalachsenturbine befindet sich am unteren Ende des Kamins und produziert dort Strom.
Leistung eines Thermikkraftwerks
Neben der Sonneneinstrahlung hängt die Leistung eines Thermikkraftwerks von zwei weiteren Faktoren ab:
- Kollektorfläche
- Kaminhöhe
Je größer die Überdachung ist, desto mehr Luft kann erwärmt werden und desto schneller kann die Luft im Kamin aufsteigen.
Und je höher der Kamin gebaut ist, desto größer ist der Druckunterschied zum Boden und dementsprechend steigt die Luft im Kamin schneller auf .
Vorteile des Thermikkraftwerks
Ist das Kraftwerk einmal errichtet, dann fallen während des Betriebes nur Wartungskosten an.
Weiterhin stehen die Sonnenstrahlen als erneuerbare Energie kostenlos und unbegrenzt zur Verfügung.
Nachteil des Thermikkraftwerks
Die Rentabilität eines Thermikkraftweks steigt mit der Größe.
Folglich steigen auch die anfangs zu tätigen Investitionen, wenn ein solch großes Kraftwerk gebaut werden soll.